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Neuseeland: Riesenflutwelle aus Krater

In Neuseeland ist am Sonntag die Kraterwand eines randvollen Vulkansees geborsten und hat eine Flutwelle mit tausenden Tonnen Wasser und Schlamm ausgelöst.

Die Wassermassen stürzten die Hänge des 2.797 Meter hohen Ruapehu-Vulkans auf der Nordinsel hinab ins Meer. Nach ersten Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.

Der 17 Hektar große Kratersee etwa 250 Meter unterhalb des Gipfels war seit Jänner randvoll. Wissenschaftler rechneten seit Wochen, dass die Wand dem Wasserdruck nicht standhalten würde.

Ein Alarmsystem funktionierte nach Angaben der Polizei einwandfrei. Die Straßen in der Umgebung wurden frühzeitig abgesperrt, ebenso wie die Eisenbahnlinie zwischen Wellington und Auckland. Ein ähnliches Naturereignis hatte vor 54 Jahren 151 Menschen in den Tod gerissen. Sie saßen in einem Zug, der entgleiste, weil die Flutwelle unmittelbar vor der Durchfahrt eine Eisenbahnbrücke weggerissen hatte.

Wissenschaftler hatten den Kratersee seit Wochen unter ständiger Beobachtung. Seit Jänner schwappte immer wieder Wasser über den Rand. Der Bruch der Kraterwand war eine Frage der Zeit. Die Wassermassen stürzten nach den Berechnungen der Geologen durch das Whangaehu-Tal und ins Meer, sagte ein Behördensprecher Radio Neuseeland.

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