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Neujahrsansprache von Klestil

Klestil drängt in seiner Ansprache auf Sacharbeit. "Eine Regierung ist dazu da, Probleme zu lösen und zum Wohle des Landes zu arbeiten".

Mit dieser Feststellung appelliert Bundespräsident Thomas Klestil in seiner Neujahrsansprache an die Politiker, Sacharbeit zu leisten statt parteipolitisch zu Taktieren – dann hätten die Menschen auch Verständnis für notwendige Reformen.

Nicht tolerieren würden sie eine „Lähmung der sachbezogenen Arbeit für Österreich durch parteipolitische Interessen“, sagte Klestil. Aber, bei aller Verbesserungsmöglichkeit, könnten die Österreicher „voller Selbstvertrauen“ in die Zukunft blicken, meinte das Staatsoberhaupt.

Drei Schwerpunkte aus 2002 hob Klestil explizit hervor: das Hochwasser, die Nationalratswahl und die EU-Erweiterung. Mit der „beeindruckenden Hilfsbereitschaft“ für Hochwasseropfer hätten die Österreicher ein „wichtiges Zeichen gegen Egoismus und soziale Kälte gesetzt“. Die EU-Erweiterung wiederum eröffne erstmals die Chance, Europa zu einer Zone des dauerhaften Friedens zu machen.

In Richtung Politiker wiederholte der Bundespräsident seine Forderung nach einer Regierung, die sich „auf eine breite, stabile und verlässliche Mehrheit im Parlament stützen kann. Nur so kann sie sich kraftvoll den vielfältigen Herausforderungen unseres Landes stellen. Deutlicher Auftrag an die Politik: „Eine Regierung ist dazu da, Probleme zu lösen und zum Wohle des Landes zu arbeiten.“

Klestil schloss mit einem traditionellen Neujahrswunsch an die Österreicher: „Wir leben in einem friedlichen, wir leben in einem wohlhabenden Land. Es braucht keinem um die Zukunft unserer Heimat bange zu sein. Freilich – vieles lässt sich verbessern, vieles muss reformiert, muss sozialer gestaltet werden.“

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