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Jesus heilt


Was hab ich doch der Gesellschaft Furunkel ausgedrückt, seit ich aus der Krippe abgehauen bin, unzählige! Sylvestergeschwüre, Neujahrsblasen. Einige verlogene Eiterbeulen ritzte ich gleich auf, weil sie gerade erst heranreiften, da blieb ich unbarmherzig. Es dauert manchmal länger, ich kriege aber alle. Hei, wie spritzt der gelbe Eiter der kranken Gesellschaft in die Höhe, manchmal mir leider ins Gesicht. Einmal kugelt ein Bundespräsident aus dem ORF-Eiter ins Dunkel, ein andermal schwimmen im entzündeten Furunkel Neujahrsspringer im Massensportwahn daher, besoffene Österreichfahnenschwinger mit Audiwerbung, rotweissrote Alphut-Hörnerschädel, gröhlende Doppeladler mit Narrenzipfeln, die ihre Blödheit in Tröten blasen und in den Railjet kotzen. Der Sport stinkt vielleicht zum Himmel, Leute! Ich reinige die eitrigen Wunden von den einfältigen Neujahrschulaufsätzen der Bürgermeister in den Gemeindeblättern. Das Griechendesaster vom Sommer schwimmt noch immer im kranken Brei, riesige gelbe EU-Beulen tauchen vor mir auf, Flüchtlingsbeulen, Wasserleichen, Zäune. Ich drücke und quatsche, was geht, während der hirnverseuchte Volk keksfressend mit Stroh im Hirn bereits das nächste Krippile für den Plastikjesus 2016 bastelt. Der Eiter der Adventslüge trocknet im Jänner zwar ein, vom Weihnachtsabszess bleibt aber der Eigenlobgestank, die Fernsehsauce mit dem erbrochenen medialen Trost- und Hoffnungskot. Maßlosigkeit quillt, Unersättlichkeit spritzt. Das ist die ultrabrutale Konsumbeule dieser totkranken Eiterwachstumsgesellschaft. Ich quetsche dem RAPS einen EKZ-Abszess im Hatteldorf aus, dem Rololo-Stadtrat die blaurote & leichenschwarze Messeparkbeule. Ich spuckte eine Grüne drauf und wischte die abgestorbene Sauce mit einem rosa verrotzten Tempo weg. Aus dem Schlachthof brüllen die letzten Sauen. In den Tierfabriken vergast die orangenhautene Vollfraßgesellschaft täglich Millionen Bibile für ihre Abmagerungshühnerschnitzel . Alle geben sich ein Zeichen des Friedens. Furunkel um Furunkel, Abszess um Abszess blühen auf im fauligen Gestank. Harte Arbeit wartet. Ich will das neue Jahr nicht mehr so krank angehen müssen, wie es ausgegangen. Ein Lichtblick: „Black Sabbath“ kommt am 28. Juni nach Wien: „The End“. Hei wie spritzt der Eiter! Gern rieche ich den altledernen Geruch des Verdorbenen. Mhm. Kommt mit – gesunden!

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