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Neugründungen: 994 Vorarlberger wagten 2014 den Weg in die Selbstständigkeit

4,5 Prozent mehr Unternehmensgründungen in Vorarlberg 2014.
4,5 Prozent mehr Unternehmensgründungen in Vorarlberg 2014. ©BilderBox (Themenbild)
Feldkirch. 994 Vorarlberger Neugründer haben im Jahr 2014 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Gegenüber 2013 ein Plus von 4,5 Prozent, das die Wirtschaftskammer Vorarlberg als "positives Signal" wertet.

“Vorarlbergs GründerInnen setzen zum richtigen Zeitpunkt positive Impulse für die Gesamtwirtschaft in unserem Land. Die stabile Situation bei unseren Neugründungen ist gerade jetzt, angesichts der angespannten konjunkturellen Situation, ein wichtiges Signal”, kommentiert Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, die aktuellen Gründerzahlen.

Bei den Neugründungen traditionell stark ist weiterhin der Frauenanteil, berichtet die WKV am Mittwoch weiters. In Vorarlberg beträgt er 47,3 Prozent, österreichweit 43,5 Prozent. Das Durchschnittsalter der Vorarlberger Neugründer liege mit 38,4 Jahren knapp über dem Österreichwert von 37,4 Jahren.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 28.490 Unternehmen gegründet, ein leichtes Plus von einem Prozent. Die meisten Neugründungen erfolgten dabei in den Bereichen Gewerbe und Handwerk (41,1 Prozent), gefolgt vom Handel (25,9 Prozent) und dem Bereich Information und Consulting (18,4 Prozent).

Einzelunternehmen dominieren

Hinsichtlich der Gründungsform dominieren in Österreich mit 80,2 Prozent die Einzelunternehmen. Weit dahinter folgen mit 14,7 Prozent aller Neugründungen die GmbHs. Mit einem Plus von 1.131 und damit 37 Prozent stiegen diese seit 1996 allerdings auf den höchsten Wert.

Die Mehrheit, nämlich 53,7 Prozent der Vorarlberger Gründer kommen aus einem Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft, 13,4 Prozent waren als Arbeiter tätig, 6,1 Prozent haben aus der Arbeitslosigkeit gegründet und 3,7 Prozent schlossen vor der dem Weg in die Selbstständigkeit ein Studium, eine Schule oder eine Ausbildung ab.

Zur Lebensdauer: Acht von zehn Unternehmen existierten nach drei Jahren, nach fünf Jahren waren es noch 68 Prozent. In diesem Zusammenhang sei zu berücksichtigen, “dass die Übergänge zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit in beide Richtungen fließender werden: Junge Menschen realisieren ihre Ideen mal in selbstständiger, mal in unselbstständiger Erwerbstätigkeit”, so Christoph Mathis.

“Lieber der eigene Chef”: Gründungsmotive

Nach ihren Motiven befragt, gaben 70,7 Prozent aller Vorarlberger Neugründer (Ö: 60,3 Prozent) an, “die Verantwortung, die sie als Angestellter zu tragen haben, in das eigene Unternehmen einbringen zu wollen”. Aufgrund einer flexibleren Zeit- und Lebensgestaltung wählten 65,9 Prozent (Ö: 64 Prozent) den Gang in die Selbstständigkeit. 47,6 Prozent gaben indes an, die Selbstständigkeit biete ihnen neue Berufsperspektiven und 59,8 Prozent wollen “lieber der eigene Chef sein, als einen Chef zu haben” (Ö: 58,2 Prozent).

Hindernisse auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Um “das Gründen noch besser zu unterstützen”, sieht WK-Präsident Manfred Rein neben der sozialen Absicherung und der Finanzierung insbesondere in einer steuerlichen Entlastung der Unternehmen sowie in der Vereinfachung des Verwaltungsaufwandes für Jungunternehmer Handlungsbedarf. Denn: “Laut Motivumfrage sind die Sozialversicherungsbeiträge, Steuern und Abgaben, die Finanzierung (Eigenkapital oder die Finanzierung über Kredite) sowie allgemein rechtliche Anforderungen und Amtswege, aber auch der Zugang zu Kunden die größten Hindernisse für den Schritt in die Selbstständigkeit”, betont Rein. (red)

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