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Neues Scharsach-Buch über die FPÖ

©APA/HELMUT FOHRINGER
Der Journalist und Autor Hans-Henning Scharsach setzt sich in seinem neuen Buch über die FPÖ mit den Verflechtungen der Partei mit den Burschenschaften auseinander. In "Stille Machtergreifung. Hofer, Strache und die Burschenschaften" beschreibt Scharsach den Einfluss der deutschnationalen Korporierten auf die FPÖ-Führung.

Der Autor belegt, dass die schlagenden Burschenschafter in der FPÖ bereits die Führung übernommen haben. Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und vier seiner fünf Stellvertreter sowie 20 von 33 Mitgliedern des Parteivorstandes sind demnach völkisch Korporierte, ebenso werden sechs von neun Landesparteien von ihnen dominiert. “Ein rechtsextremer, demokratie- und verfassungsfeindlich agierender Akademikerklüngel hat die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) unterwandert, danach dominiert und zuletzt in Besitz genommen.”

Scharsach: “Burschenschaften greifen nach der Macht”

Scharsach behauptet, dass die Burschenschafter nicht nur in der FPÖ, sondern im ganzen Land die Führung übernehmen wollen. “Österreichs Burschenschaften, aus denen die schlimmsten Nazi-Verbrecher, die brutalsten politischen Gewaltverbrecher der Nachkriegszeit und zahlreiche rechtskräftig verurteilte Neonazis hervorgegangen sind, greifen nach der Macht”, schreibt der Autor schon im Vorwort. “In Wirklichkeit sind sie auf dem Sprung, die Macht in Österreich zu übernehmen.”

“Rassismus als Motor der Radikalisierung”

Scharsach wirft den völkisch-deutschnationalen Burschenschaftern vor, sie hätten “den Rassismus wieder zum Motor von Emotionalisierung und Radikalisierung gemacht. Sie führen Wahlkämpfe nach historischem Muster mit Hasskampagnen gegen Feindbilder und Sündenböcke. Ihre rücksichtlose Art der Stimmenmaximierung setzt sich über alle Regeln von Anstand, Fairness und Mitmenschlichkeit hinweg. Die zu Fake News verharmloste Verbreitung von Unwahrheiten ist zum systematisch und flächendeckend eingesetzten Instrument ihrer Wahlkämpfe und Mobilisierungskampagnen geworden.”

Querverbindunen zu Identitären?

Das Buch zeigt auch die zahlreichen Verbindungen und Verflechtungen von Burschenschaftern und FPÖ-Politikern mit der Bewegung der Identitären auf. “Die Initiatoren der rechtsextremen und partiell neonazistischen Bewegung kommen aus denselben Burschenschaften wie die Spitzenpolitiker der Freiheitlichen.”

Was passieren würde, wenn die FPÖ und damit auch die Burschenschafter in Regierungsverantwortung kämen, versucht Scharsach auch anhand eines Rückgriffs auf die Zeit der schwarz-blauen Regierung sowie zahlreicher Aussagen darzustellen. So befürchtet er eine Demontage des Sozialstaates, einen Kampf gegen die EU, Rückschritte in Sachen Frauengleichberechtigung, Einschränkungen des Demonstrationsrechtes und der Menschenrechte.

Scharsach hat sich bereits mehrfach mit der FPÖ beschäftigt und auch den Parteichef schon ins Visier genommen. Vor fünf Jahren hat er bereits in “Strache. Im braunen Sumpf” Knüpfpunkte der Freiheitlichen und ihres Obmannes zur rechtsextremen Szene beleuchtet. Zuvor hat Scharsach schon mit “Haiders Kampf”, “Haiders Clan”, “Europas Populisten” und “Die Ärzte der Nazis” am Buchmarkt kommerziell punkten können.

Für Kickl FPÖ-Bashing als Sachbuch getarnt

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sieht in dem neuen Buch des Journalisten Hans-Henning Scharsach über die FPÖ und deren Verflechtungen mit den Burschenschaften ein als Sachbuch getarntes “FPÖ-Bashing”. In einer Aussendung fordert Kickl den Autor auf, auch die roten und schwarzen Netzwerke aufzuarbeiten.

Konkret würde Kickl etwa das Netzwerk des Bundes Sozialistischer Akademiker interessieren oder das Geflecht des ÖVP-Kartellverbandes. Auch wer in “verschiedenen Logen dieses Landes” zusammensitzt und versucht, Politik zu machen”, hätte der FPÖ-Generalsekretär gerne gewusst.

(APA/Red.)

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