Neues Hauptquartier für Hypo

Bregenz - Ein vergleichsweise kurzes Dasein war dem erst 1984 bezogenen Neubau der Vorarlberger Hypo-Zentrale (Ecke Bahnhofstraße/Montfortstraße) in Bregenz beschieden.

Geht nämlich die Bauverhandlung nächste Woche im Sinne der Bauwerber über die Bühne, wird das Gebäude ab April d. J. bis aufs Rohbauskelett abgetragen, um an derselben Stelle einen weitreichenden Um- und Erweiterungsbau durchzuführen.

Dazu Hypo-Vorstandschef Dr. Jodok Simma und sein für das Projekt direkt zuständiger Vorstandskollege Dr. Michael Grahammer: „Es trifft schon zu, dass vergleichbare Bauwerke nach nicht einmal 25 Jahren ihre Funktion oft noch perfekt erfüllen. In unserem Fall haben sich freilich verschiedene Gegebenheiten radikal verändert: Einerseits hat die Hypo-Passage ihre Funktion eingebüßt, seit ihr gegenüber eine stark frequentierte Fußgängerzone entstanden ist. Andererseits gewann das Private Banking unerwartet heftig an Bedeutung – dafür fehlen uns in der heutigen Zentrale die Räumlichkeiten.“ Drittens, so die Hypo-Vorstände, bedürfe es dringend einer „bauphysikalisch/technischen Ertüchtigung“, von der Isolierung bis zu den Klimaanlagen.

Während des Bauarbeiten wird das Hypo-Personal sowohl ins gegenüber liegende Tourismus-Haus ausgesiedelt, wo auch die bisher vom Stadtmarketing genutzten Flächen frei werden, als auch in Räumlichkeiten der ehemaligen Creditanstalt-Landesdirektion in der Rathausstraße. Kundenschalter sollen provisorisch gut erreichbar dort installiert werden, wo die Modekette „Esprit“ ihr Outlet hatte. Firmenkunden betreut man vorübergehend im CA-Gebäude. Mit dem Um-/Neubau will die Hypo vor allem „Raumgewinn“ erzielen – laut Grahammer fast 1000 Quadratmeter. Dazu wird sie die bisher/bis vor kurzem vermieten Flächen im Passage-Bereich selbst nützen. Nur das „Börse-Cafe“ soll auch künftig, in anderer Ausgestaltung als heute, zum Kurzbesuch einladen.

Wie Grahammer präzisierte, tritt als Bauherr die „Hypo Bankgebäude Management GmbH“ auf den Plan. Sie ist eine Nachfolgegründung der „Tourismushaus Betriebs GmbH“ und wie diese eine Tochter der Hypo Immobilien GmbH. Nach Neubaufertigstellung soll dieser im Wesentlichen als „Kundenhaus“ fungieren, im Tourismushaus die weniger Kunden-affinen Abteilungen untergebracht werden. Ebenfalls auf der Bauverhandlung nächste Woche sollen noch offene technische Probleme abgeklärt werden, die bei jenem unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteil aufgetaucht sind, den Alten Landtagssaal beherbergt.

Über Details des Vorhabens informieren Bauherrin, Architekten und andere Befasste auf einer am 9. Februar angesetzten Pressekonferenz.

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