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Neues Album von Elektro Guzzi: Die Zukunft des Techno

Das Kernteam um Elektro Guzzi besteht aus drei Leuten.
Das Kernteam um Elektro Guzzi besteht aus drei Leuten. ©Eyup Kus
Das Wiener Techno-Trio "Elekro Gozzi" holt sich für sein neues Album drei Posaunen dazu. Heraus kommt ein Werk, das ihnen eventuell den Sprung in neue Sphären machen lässt.

“Ich habe die Zukunft des Rock ‘n’ Roll gesehen”, schrieb Jon Landau, späterer Freund und Co-Produzent mehrerer Alben von Bruce Springsteen, 1974 als Musikkritiker einer US-Provinzzeitung über seinen späteren Schützling. Es könnte jemand auf die Idee kommen und ähnlich vermessen-prophetisches über die österreichische Musikformation Elektro Guzzi und den Techno behaupten.

Genug Kraft in den Lungen

Auf dem neuen Album wird das Wiener Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio erstmals durchgehend mit einer aus drei Posaunen bestehenden Bläserkomponente ergänzt. Das Resultat ist – in der Studioproduktion ebenso wie auf der Bühne – schlichtweg spektakulär. Die APA sprach mit Gitarrist und Bühnenzentralfigur Bernhard Hammer nach dem Auftritt der Band im Grazer Forum Stadtpark während ihrer laufenden Tour zum aktuellen Album “Polybrass”.

Sorgten Elektro Guzzi schon in der Kernformation seit über zehn Jahren mit ihrem organisch-beseelten Livetechno in ständig wachsenden, aber immer noch spezialisierten Fankreisen auch jenseits der alpenländischen Grenzen für Furore, so könnte ihnen mit dem neuen Album der Sprung in völlig neue Dimensionen gelungen sein.

Livesession auf FM4 brachte Durchbruch

Urknall für die musikalische Horizonterweiterung der Band war eine Livesession auf FM4 vor einigen Jahren, erzählt Gitarrist Hammer. Dafür habe es ein Budget gegeben, das die Band dazu nutzte, erstmals mit Zusatzinstrumenten – eben Posaunen – zu experimentieren. Zwei der “Polybrass”-Mitstreiter Hilary Jeffery, Daniel Riegler und Martin Ptak, waren schon damals dabei. Vertieft wurde diese Zusammenarbeit für das Tiroler artacts-Festival 2016, wo man auch gemeinsam auftrat, und auf dem Album “Parade”.

Die Ergänzung durch die Bläsersektion ist aber nur einer der neuen Wege, die die Band beschreitet. Ebenfalls vor zwei Jahren tat sich die Band im Innsbrucker Treibhaus mit drei Barock-Originalklang-Musikern (Margret Kröll – Barockharfe, Walter Rumer – Violone und Herbert Walser-Breuss – Barocktrompete) zusammen. Elektro Guzzi in Zukunft einmal als Gäste der styriarte? “Warum nicht?”, zeigt sich Bernhard Hammer offen.

Techno neu erfinden

Für kommenden Mai planen die drei analog spielenden Techno-logen einen weiteren Quantensprung in Richtung E-Musik. In Stuttgart steht da die Uraufführung eines eineinhalbstündigen Auftragswerks gemeinsam mit dem dortigen Kammerorchester auf dem Kalender. Neben diesen Experimenten haben Elektro Guzzi keineswegs vor, ihre Kernkompetenz als schweißtreibender Techno-Act in der Clubbingszene aufzugeben. Auf ihrer eigenen Vertriebsplattform Palazzo Recordings sollen auch künftig tontechnisch konservierte Livesessions erhältlich gemacht werden.

Elektro Guzzi sind mittlerweile begehrter Gast auf renommierten Festivals wie Roskilde (Dänemark), beim Melt-Festival in Sachsen-Anhalt, dem C/O Pop in Köln oder Eurosonic in Groningen (Niederlande). Abschließende Frage an Bernhard Hammer: Was war das größte Publikum, vor dem ihr bisher gespielt habt? “Das war vielleicht auf dem Mutek-Festival in Mexiko, da haben wir vor 5.000 Leuten gespielt.” Dass mit Elektro Guzzi auch Kulturnation geflaggt werden kann, hat auch das Außenministerium in Wien verstanden: Ihre Auftritte in Mittelamerika im November vergangenen Jahres wurden vom Österreichischen Kulturforum gesponsert – eine längst fällige, alternative “Kleine Nachtmusik”.

(APA/red)

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