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Neuer Käsekeller geht im Herbst in Betrieb

Der neue Käsekeller wurde in den Hang hinein gebaut.
Der neue Käsekeller wurde in den Hang hinein gebaut. ©ME
Fünf Millionen Euro investiert die Dorfsennerei Langenegg in modernen Käsekeller.
Käsekeller Langenegg

Langenegg. „Die Arbeiten am neuen Käsekeller der Dorfsennerei Langenegg liegen voll im Zeitplan“, bestätigt Obmann Reinhard Bechter. Im September 2021 soll der Käsekeller für 23.000 Schnittkäse-Laibe offiziell in Betrieb gehen. Die Baumeisterarbeiten sind bis auf eine seitliche Stützmauer abgeschlossen. Rund 10.000 m³ Erdreich mussten abgetragen werden, um Platz für den Käsekeller samt Kühl-, Arbeits- und Verpackungsräumen zu schaffen. Der neue Käsekeller ist hinter der bestehenden Sennerei situiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf fünf Millionen Euro.

Raum im Raum

Derzeit läuft der Innenausbau auf Hochbetrieb. Dabei gelten strengste Hygienerichtlinien. Laut Wolfram Huschle, ITZ Dornbirn, werden Wände und Decken mit speziellen Paneelen verkleidet. „Dadurch entsteht sozusagen ein Raum im Raum“, erläutert der Projektleiter. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die diffusionsdichte Verbindungstechnik im Paneelbau ist die hohe Fertigungspräzision der Elemente. Die Böden im Käsekeller werden mit einem Kunstharzbelag ausgestattet.

Zur Hälfte unter der Erde

Der Zubau mit einer gesamten Nutzfläche von beinahe 1.000 Quadratmetern befindet sich nach Fertigstellung in etwa zur Hälfte unter dem Erdreich. Das bietet gerade für die Kühlung im Käsekeller ein großes Energie-Einsparungspotential. Der Käsekeller ist konstant auf 12 bis 14 Grad Celsius temperiert und hat eine Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bringt eine Leistung von rund 15 kWp.

Keine Transportwege

Obmann Reinhard Bechter begründet die Investition unter anderem mit den mittlerweile sehr beengten Platzverhältnissen für die elf Mitarbeiter. Zudem müssen die Laibe für Schnittkäse zur Reifung derzeit in einen Käsekeller in Bezau transportiert und danach wieder zurückgeholt werden. Dieser Aufwand inklusive Verpackung und Lieferverkehr falle dann zur Gänze weg. Der neue Käsekeller bietet Platz für bis zu 23.000 Schnittkäse-Laibe à sechs Kilogramm. Die Bergkäse-Laibe werden auch weiterhin in den Käsekeller nach Lingenau zur Reifung gebracht.

22 Landwirte

Die Sennerei Langenegg besteht an ihrem jetzigen Standort seit dem Jahr 1900. „Mit dieser Investition werden wir die Sennerei langfristig absichern”, ist Bechter überzeugt. Die Genossenschaft zählt 66 Mitglieder, davon 22 zuliefernde Landwirte, die jährlich 3,5 Millionen Liter Milch zur Verarbeitung liefern. Zu den Kunden gehören neben Privatkunden im eigenen Lädele der Käsehersteller Rupp, diverse Handelsketten und Wiederverkäufer. Rund ein Drittel der Erzeugnisse geht in den Export und dabei insbesondere nach Deutschland. ME

 

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