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Neuer Finanzminister in Ungarn

Der frühere Kanzleichef des ungarischen Ministerpräsidenten Peter Medgyessy, Tibor Draskovics, ist am Montag als neuer Finanzminister vereidigt worden.

Sein Vorgänger, Csaba Laszlo, war am 7. Jänner wegen des zu hohen Budget-Defizits 2003 von Medgyessy entlassen worden. Das Defizit betrug 5,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) statt der geplanten 4,5 Prozent.

Ungarische Medien berichteten, dass Draskovics ein langjähriger enger Mitarbeiter Medgyessys sei und als „graue Eminenz” viel Einfluss in der regierenden Sozialistischen Partei habe. Während zweier sozialistischer Regierungen sei Draskovics ein ranghoher Beamter im Budapester Finanzministerium gewesen, hieß es.

Im Laufe des Jahres 2003 hatte das ungarische Finanzministerium die Defizit-Prognose immer wieder nach oben korrigieren müssen. Noch im Dezember waren offiziell 5,2 Prozent erwartet worden. 2002 hatte das Defizit noch 9,2 Prozent des BIP betragen. In diesem Jahr will die Regierung das Minus auf 3,8 Prozent begrenzen und 2006 die Defizit-Obergrenze des Euro-Stabilitätspaktes von drei Prozent des BIP schaffen. Ungarn tritt der EU im Mai dieses Jahres bei. 2008 will das Land den Euro einführen.

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