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Neue Vorwürfe zu Faymanns Medienkooperation

Neue Vorwürfe gegenüber Verkehrsminister und SPÖ-Obmann Faymann erhebt das BZÖ im Zusammenhang mit umstrittenen Medienkooperationen mit der ÖBB. Demnach soll eine Rechnung für eine Sonderbeilage im "News", die der APA vorliegt, das Ministerium als Kunden der ÖBB CI M Werbeagentur ausweisen.

Bisher hatte Faymann betont, die Werbeschaltungen seien allein durch die ÖBB in Auftrag gegeben worden.

Die Sprecherin Faymanns wies die Vorwürfe zurück. “Volle Kraft auf Schiene”, so der Titel des Interviews im “News Extra”, in dem Faymann und Wiens Verkehrsstadtrat Rudi Schicker umfassend zu Wort kommen. Die dort gestellten Fragen: “Welche Maßnahmen werden in den nächsten Jahren gesetzt, um die Bahn noch attraktiver zu machen?” oder “Welche Rolle spielt die Bahn für die wirtschaftliche und soziale Vernetzung der Städte und Regionen?” Geschichten wie “Wiens neuer Super-Bahnhof öffnet Grenzen” durften ebenfalls nicht fehlen, unter der Überschrift “Bahnhof der Rekorde” kommt der damalige ÖBB-Chef Martin Huber zu Wort.

Die Rechnung der Verlagsgruppe News ist mit 23. Juni 2008 datiert, fast genau ein Jahr, nachdem die Sonderbeilage die Leser erreicht hatte. Als Kunde der Werbeagentur wird das Ministerium ausgewiesen, als “Konzern” die Bundesregierung. Kosten für die Sonderbeilage: 73.080 Euro.

Im Verkehrsministerium wies man die Vorwürfe zurück: “Das besagte Extra ist eine reine Kundeninformation von News und ÖBB an alle Bahnfahrer zum neuen Wiener Hauptbahnhof. Weder in Wort noch Bild taucht Faymann auf”, erklärte die Pressesprecherin.

Der steirische BZÖ-Spitzenkandidat Grosz sprach von einer “unfassbaren und ungenierten Verluderung der Sitten”, die sich hier unter Faymann auftuen würden. Für Jubelbeilagen des Ministers in den Zeitungen würden ÖBB-Kunden “ungeniert zur Kasse gebeten”.

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