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Neue Theorie um "Briefbomber" Franz Fuchs

Die Briefbombenattentate vor 15 Jahren beschäftigen wieder die Öffentlichkeit. Der Polizist Rudolf Huber, der Mitglied der Sonderkommission Briefbomben war, zweifelt an der Einzeltätertheorie und glaubt, das "wahre Bombenhirn" gefunden haben.

Der Wiener Altbürgermeister und Briefbombenopfer Helmut Zilk (S) verlangte im “profil” eine Überprüfung des “Umfeldes” von Franz Fuchs.

Gegenüber der APA sprach sich Huber für die Einrichtung einer unabhängigen Expertenkommission aus. Zu seiner Theorie wollte er sich aber nicht weiter äußern, solange nicht klar sei, wie die zuständigen Stellen nun handeln wollen. Die Briefbomben-Akten sind derzeit im Parlament, sie wurden im Rahmen des Untersuchungsausschusses zur Innenministeriumsaffäre an das Hohe Haus übermittelt. Damit kommt auf die Abgeordneten in dem ohnehin schon umfangreichen U-Ausschuss ein mögliches weiteres Thema zu.

Sowohl im Justizministerium als auch bei der Staatsanwaltschaft Wien sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf. Auf die Frage, ob aufgrund der jüngsten Entwicklungen die Ermittlungen neuerlich aufgegriffen würden, meinte Michaela Schnell, die Sprecherin der Wiener Anklagebehörde: “Wir haben seinerzeit alle Hinweise auf einen möglichen Mittäter überprüft.” Es hätten sich keine Indizien in diese Richtung ergeben.

Der Sprecher von Justizministerin Maria Berger (S), Thomas Geiblinger, meinte am Montagnachmittag zur APA: “Wenn die Anklagebehörde sagt, dass seinerzeit allen Hinweisen nachgegangen wurde, sehen wir vorerst keinen Anlass, jetzt eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu verlangen.” Ob ein derartiger Schritt nötig sei, habe die Staatsanwaltschaft zu entscheiden.

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