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Neuer Rettungs-Stützpunkt in Hohenems: Projekt liegt auf Eis

Rettungsabteilung Hohenems in Platznot
Rettungsabteilung Hohenems in Platznot ©VOL.AT/Rotes Kreuz Vorarlberg
Hohenems – Kalte und eingefrorene Fahrzeuge sowie ein eingeschränkter Betrieb von Instrumenten und Gerätschaften: Mit diesen Problemen hat die Rettungsleitstelle Hohenems bei winterlichen Bedingungen zu kämpfen. Eine Besserung ist nicht in Sicht.
FPÖ kritisiert Stadt Hohenems
Rotkreuzabteilung seit 17 Jahren in einem Provisorium
Platzmangel geht auf Kosten der Patienten
Rettungs-Stützpunkt platz aus allen Nähten

Die Rettungsleitstelle in Hohenems ist neben der Grafenstadt für die Versorgung von insgesamt 44.000 Einwohnern verantwortlich, die sich auf die Gemeinden Klaus, Koblach, Götzis, Mäder und Altach verteilen. “Die Situation ist sehr unbefriedigend. Die Rotkreuzabteilung ist seit über 18 Jahren in einem Provisorium untergebracht”, poltert FPÖ-Klubobmann Dieter Egger, der in Hohenems wohnt. Für die sechs Fahrzeuge der Rettungsabteilung Hohenems stehen nur drei Garagenplätze zu Verfügung. Zwei der Einsatzfahrzeuge sind in einem Provisorium im Otten-Areal, das von der Firma Bentele zur Verfügung gestellt wird, untergebracht.

Finanzierung: „Grundsatzbekenntnis der Umlandgemeinden“

Die fünf Umlandgemeinden haben sich bereits zu einem neuen Rotkreuz-Stützpunkt bekannt. “Es wurden bereits 2005 sehr intensive Gespräche mit den Gemeinden geführt. Wir waren uns damals einig, dass etwas gemacht werden muss. Es gab auch ein Grundsatzbekenntnis zur Mitfinanzierung. Bis dato ist der Bau eines neuen Stützpunktes jedoch immer an der Stadt Hohenems gescheitert”, führt Egger weiter aus.

“Neudorferhaus” als mögliche Alternative

Ein neuer Stützpunkt könnte laut Egger südlich des Krankenhauses errichtet werden. “Dort steht das ‘Neudorferhaus’, das im Besitz des Landesverbandes des Roten Kreuzes ist . Die notwendigen angrenzenden Grundstücke, die sich im Eigentum der Krankenhausbetriebsgesellschaft befinden, könnten kostenlos zur Verfügung gestellt werden”, erklärt Egger und sagt weiter: “Die Stadt Hohenems muss nur noch einen Grundsatzbeschluss fassen, dass sie das Projekt mitfinanzieren.” Egger rechnet vor, dass der Finanzierungsanteil für die Stadt bei etwa 500.000 Euro liege. Der Finanzierungszeitraum wären fünf Jahre:  “Das müsste bei einem Budget von 20 Mio. Euro ein Klacks und eine Leichtigkeit für Hohenems sein.“

Bürgermeister Richard Amann wollte Projekt vorantreiben

Bereits 2005 hat der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann in einem Schreiben an den damaligen Landesrat Dieter Egger darum gebeten, die Sache möglichst rasch voranzutreiben. Doch das Projekt ist ins Stocken geraten.  “Das einzige Argument, nämlich jenes der Finanzierbarkeit, lasse ich nicht gelten. Der Finanzierungsbedarf ist sehr gering und überschaubar”, sagt Egger und verweist auf die Stadt Bludenz, die in sehr kurzer Zeit einen neuen Rotkreuz-Stützpunkt realisierte.

Kein Stützpunkt-Neubau in Aussicht

Der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Im Dezember letzten Jahres ließ er in einem Gespräch mit VOL.AT aber wissen, dass aufgrund der beengten finanziellen Mittel ein Neubau in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht möglich sei. “Dass die derzeitige Situation verbessert werden muss, ist uns bewusst. Wir sind auch gemeinsam um Lösungen bemüht”, erklärte der Bürgermeister damals.

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