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Neue Proteste gegen Finanzpolitik in Argentinien

Über 1.000 Menschen sind am Freitag abermals durch Buenos Aires gezogen, um gegen die Wirtschafts- und Finanzpolitik der argentinischen Regierung zu protestieren.

Die Demonstranten schlugen auf Töpfe, um ihrem Unmut lautstark Luft zu machen. „Gebt uns unsere Dollar zurück“, hieß es auf einem der Spruchbänder bei der friedlich verlaufenden Demonstration. Auch aus Rosario gut 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt wurde eine Protestveranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmern gemeldet.

Die Regierung hatte nach einer Kreditverweigerung seitens des Internationalen Währungsfonds die Eins-zu-eins-Anbindung des Pesos an den Dollar aufgehoben. Dadurch haben die Guthaben zahlreicher Argentinier um fast 40 Prozent an Wert verloren.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte am Freitag zum Abschluss seines Besuchs in Buenos Aires einen Stufenplan vorgeschlagen, um den „Teufelskreis“ in der argentinischen Wirtschaftskrise zu durchbrechen. Darüber wolle er mit dem Chef des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler, sprechen. Der deutsche Wirtschaftsminister Werner Müller stellte Hermes-Bürgschaften für den Fall in Aussicht, dass in Argentinien nicht länger deutsche Investoren zu Gläubigern gemacht würden.

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