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Neue PISA-Studie wird im Dezember präsentiert

In den Kalendern der Unterrichtsministerien, Medien und diversen Interessensvertretungen ist der 4. Dezember schon seit langem rot angestrichen: An diesem Tag veröffentlicht die OECD die neue PISA-Studie, mit der Schülerleistungen in ca. 50 Staaten verglichen werden.

Schwerpunkt sind diesmal die Naturwissenschaften. Zum „Aufwärmen“ wird außerdem am 28. November mit PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) eine ähnlich groß angelegte internationale Untersuchung über die Lesekenntnisse von Volksschulkindern der vierten Schulstufe präsentiert.

Ohne einen Verweis auf die zum dritten Mal durchgeführte internationale Bildungsvergleichsstudie PISA (Programm for International Student Assessment) kommt zumindest in Österreich mittlerweile kaum eine bildungspolitische Wortmeldung aus. 2001 war die Studie, die die Kompetenzen von 15- bzw. 16-jährigen Schülern auf den Gebieten Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften abfragt, erstmals vorgestellt worden. Schwerpunkt damals war Lesen, Österreich belegte einen Platz im Mittelfeld. Drei Jahre später (Schwerpunkt Mathematik) folgte dann der Schock: Die heimischen Schüler erreichten zwar noch immer einen Mittelfeldplatz, rutschten aber rangmäßig weit zurück.

Später errechneten Statistiker, dass sich die Leistungen der Österreicher „nur“ in den Naturwissenschaften signifikant verschlechtert hatten. Die anderen „Verschlechterungen“ beruhten auf einer Stichprobenverzerrung sowie anderen statistischen Bewertungen – kurz gesagt: Die heimischen Schüler waren bereits bei PISA 2000 schon „schlechter“ als zunächst angenommen.

Präsentiert wird die Studie wieder vom Leiter des Projektzentrums für Vergleichende Bildungsforschung (ZVB), Günter Haider. Gewechselt hat hingegen die Adressatin: Statt Elisabeth Gehrer muss nun Claudia Schmied als ressortverantwortliche Ministerin die Ergebnisse interpretieren, erklären und bewerten. Sie kann dies quasi aus der ersten Reihe fußfrei – zur Zeit der Abnahme der Tests im Frühjahr 2006 war sie noch nicht in der Politik.

Für PISA wurden im April und Mai 2006 in Österreich rund 5.000 Schüler des Jahrgangs 1990 getestet. Gelöst werden mussten in den drei Testkategorien Lesen, Mathe und Naturwissenschaften sowohl Multiple-Choice-Aufgaben als auch kurze sowie komplexe offene Aufgaben. Ähnlich lief es bei der von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) durchgeführten PIRLS-Studie, für die im gleichen Zeitraum rund 4.500 Kinder in der vierten Klasse Volksschule im Lesen getestet wurden. Auch sie mussten Multiple-Choice- und offene Aufgaben lösen.

Unterschiede zwischen PISA und PIRLS (abgesehen vom Alter der Getesteten): Bei PISA werden Jugendliche eine Altersjahrgangs (diesmal: 1990) unabhängig vom Schultyp getestet, bei PIRLS nur Kinder einer Schulstufe (immer 4. Klasse Volksschule). Weiters gibt es bei PISA drei Disziplinen (Lesen, Mathe, Naturwissenschaften), bei PIRLS nur eine (Lesen), außerdem werden bei PIRLS ganze Klassen getestet, bei PISA dagegen nur höchstens 35 zufällig ausgewählte Schüler einer Schule. Für PIRLS gibt es im Unterschied zu PISA noch keine Vergleichsdaten, da Österreich zum ersten Mal teilgenommen hat.

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