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Neue Messe-Strategie war bemerkbar

Dornbirn -  Rund 81.000 Gäste dürften nach einer ersten Hochrechnung die 63. Dornbirner Herbstmesse besucht haben. „Grundsätzlich müssen wir mit einer Bandbreite von plus/minus zehn Prozent rechnen. Insofern liegen wir quantitativ im Zielkorridor“, ist Messe-Geschäftsführer Dietmar Stefani mit der Frequenz durchaus zufrieden, obwohl letztes Jahr rund 10.000 Besucher mehr gezählt wurden.
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Den Rückgang führt er unter anderem auch auf das hochsommerliche Badewetter an den beiden letzten Messetagen, die Konjunkturlage oder die generelle Veränderung bei Publikumsmessen zurück. Ob die abendlichen, kostenpflichtigen Konzerte in der Wirtschaftshalle zur Dauereinrichtung werden, lässt der Messe-Chef offen.

Pilotprojekt auf der Messe

„Es war ein Pilotprojekt, das nun analysiert wird“, sagte Stefani gestern Abend. Immerhin riefen die Auftritte der Bands, die überraschend viele Fans in die Wirtschaftshalle lockten, unterschiedliche Reaktionen hervor. „Viele waren sehr zufrieden mit dem neuen Abendprogramm, andere aber nicht“, äußerte sich Stefani gestern Abend nicht mehr so optimistisch wie nach den ersten beiden Konzerten.

Er werde die Kritik vieler verärgerter Besucher, die nicht bereit waren, Eintritt zu zahlen, durchaus ernst nehmen, verspricht der Messe-Chef. „Es hat sich gezeigt, dass wir auch für die traditionellen Messebesucher etwas tun müssen.“ Was genau geplant ist, konnte er gestern noch nicht sagen. Es wird allerdings überlegt, Gästen des Wirtschaftszelts, die auf die Konzerte verzichten können, während der Auftritte eine andere Halle zur Verfügung zu stellen.

Positive Erfahrungen

Durchaus positive Erfahrungen machte die Messeleitung mit dem Schwerpunkt „Ernährung & Genuss“, der in der neu gestalteten Halle 14 – sichtbares Zeichen einer neuenStrategie für mehr Übersicht – stattfand. Messebereichsleiter Daniel Mutschlechner kann sich vorstellen, dass das Thema in Zukunft zu einem Fixpunkt der Publikumsmessen im Frühjahr und Herbst werden könnte.

Ohne Auto

Die schon vor Jahren eingeführte Gratisfahrt zur Messe per Bus und Bahn wird weiterhin sehr gut angenommen. „Nach unseren Erfahrungen nützen inzwischen rund 60 Prozent der Messebesucher das Angebot“, zieht Landbus-Unterland-Chef Karl Heinz Winkler eine positive Bilanz.

Weiterentwicklung imkommenden Frühjahr

Zukunft. Weg vom Streben nach reiner Quantität zu mehr Struktur und Qualität ist das Hauptaugenmerk für die Zukunft der Publikumsmessen, teilt Geschäftsführer Dietmar Stefani mit. Aufgrund der guten Erfahrungen bei der Herbstmesse werden bei der Frühjahrsmesse 2012 die Themenbereiche „Ernährung & Genuss“ oder „Sport & Fitness“, die großen Anklang fanden, weiter ausgebaut. Premiere feiert im Frühling das Thema „Freizeit & Tourismus“ mit Blick auf die attraktiven Ausflugsziele der Region. Auch der Bereich „Bau & Energie“ soll weiter ausgebaut werden.

VN-HA

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