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Neue Hausherren am Muttersberg

Bludenz (VN) -  Die Silvretta Montafon AG gibt die Ausflugsbahn und den Gastrobetrieb ab.

Wenn jetzt am Sonntag die Muttersbergseilbahn ihren letzten Fahrtag in der Wintersaison hat, will die Silvretta Montafon AG gleichsam einen Schlussstrich unter die bisherige Unternehmung Muttersberg ziehen. Das Tourismusunternehmen, das bislang Eigentümer und Betreiber der Anlagen und Einrichtungen auf dem Hausberg von Bludenz und Nüziders ist, wählt den Ausstieg. Sowohl die Ausflugsbahn als auch die Gastromonie am Muttersberg werden den Besitzer wechseln. „Wir werden uns vom Muttersberg trennen“, betont Dr. Georg Hoblik, Vorstandschef der Silvretta Montafon (SiMo) AG und Geschäftsführer der Muttersberg-Seilbahn-GmbH, auf VN-Nachfrage und bestätigt, dass es seit vorigem Jahr intensive Bestrebungen seitens der SiMo gegeben habe, neue Investoren für die Fortführung der Muttersbergseilbahn zu finden. Diese Bemühungen zeitigten letztlich Erfolg. Die Abgabe der Anlagen und Einrichtungen am Berg durch die Silvretta Montafon AG ist praktisch unter Dach und Fach. In Markus Gamon, Inhaber der Unternehmensberatung Gamon&Partner in Nenzing, und Harald Bitschnau von der gleichnamigen Stahlbaufirma in Nenzing, wurden zwei Geschäftsmänner als Käufer gewonnen, die sich in Zukunft „der touristischen Herausforderung am Muttersberg“ stellen wollen. „Der Kaufvertrag ist unterfertigt“, sagt Dr. Georg Hoblik.

Ökonomisches Sorgenkind

Der SiMo-Chef verhehlt nicht, dass dem Tourismusunternehmen der Rückzug vom Sonnenbalkon ob Bludenz und Nüziders nicht allzu schwerfällt. Schließlich war der Muttersberg in den vergangenen Jahren ein ökonomisches Sorgenkind der Silvretta Montafon Unternehmensgruppe. Jahr für Jahr wurde – trotz aller Anstrengungen eine Attraktivitätssteigerung am Berg herbeizuführen – ein Minus von bis zu einer Million Euro eingefahren. Die vom Silvretta-Nova-Vorbesitzer Walter Klaus im Jahr 2002 getätigten 12-Millionen-Euro-Großinvestitionen am Muttersberg in eine neue Einseilumlaufbahn, großzügig angelegtem Bergrestaurant und vor allem aufwendiger Freiluft-Event-Arena lösten auch unter der SiMo-Eigentümernachfolge ab 2007 keinen Berg-Boom aus. „Unsere volle Konzentration gilt hinkünftig der Weiterentwicklung der Skigebiete Silvretta Nova und Hochjoch“, begründet Dr. Georg Hoblik den Abschied aus der Alpenstadt. Für die neuen Hausherren am Muttersberg habe man indes alle Voraussetzungen für einen guten Neustart geschaffen. „Der finanzielle Rücksack fällt weg, die Schuldenlast von neun Millionen Euro wurde von der Silvretta Montafon AG zur Gänze übernommen“, bekräftigt der SiMo-Chef. Einen Haken hat der Eigentümerwechsel am Muttersberg allerdings noch. Stadt Bludenz und Gemeinde Nüziders müssen geänderten Seilbahnbetriebszeiten und dem Wegfall der Garantieverpflichtung für den Fortbetrieb bis 2022 zustimmen. Aus dem Grund beinhaltet der Gamon-Bitschnau-Kaufvertrag auch ein Rücktrittsrecht bis 31. Jänner 2011. Dr. Georg Hoblik: „Wir hoffen nun auf eine Einigung mit den Kommunen.“ Für die Bürgermeister Mandi Katzenmayer und Peter Neier steht allerdings fest: „Wir fordern die Sicherheit ein, dass die Betreiber­betriebspflicht bis 2022, die in dem Rahmenvertrag aus dem Jahr 2002 festgelegt ist, in jedem Fall weiter gewährleistet ist.“

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