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Neue Ausstellung im Egg Museum eröffnet

Mutter und Sohn: Ausstellungskuratorin Lieselotte Hammerer und Museumsleiter Andreas Hammerer.
Mutter und Sohn: Ausstellungskuratorin Lieselotte Hammerer und Museumsleiter Andreas Hammerer. ©ME
Egg. „Der Heimat beraubt – Giacomo und Silvio Bozzoni als Kriegsvertriebene im Bregenzerwald“ heißt die neue Ausstellung im Egg Museum, die am Freitag eröffnet wurde.
Ausstellungseröffnung im Egg Museum

Die Ausstellung widmet sich dem Tagebuch der Brüder Bozzoni, die wie Zehntausende von Trentinern nach dem italienischen Kriegseintritt im Jahre 1915 in weit entfernte Gebiete der Donaumonarchie deportiert und verbannt wurden. Die Ausstellung wurde von Lieselotte Hammerer kuratiert, die Texte von Annelies Schneider aus dem Italienischen übersetzt. 

Deportierte mit Privilegien

Von Juni bis Dezember 1915 waren die Brüder Bozzoni in Egg, Gerbe 23, untergekommen. Die Beiden waren unter den Deportierten privilegiert, weil sie Vermögen und Ersparnisse besaßen. Sie konnten das Ziel ihrer Flucht – Vorarlberg – selbst wählen und ihre Unterkunft, die sie auch selbst bezahlen mussten. Sie reisten erster Klasse und nicht in Viehwaggons. Aber sie waren trotzdem streng reglementiert, da das Militär die ganze politische und zivile Gewalt laut kaiserlicher Notverordnung übernommen hatte. Somit wurde fast ein Drittel der Bevölkerung von Welsch-Tirol, dem heutigen Trentino, aus ihren Wohngebieten, die zum Kriegsgebiet geworden waren, ausgesiedelt und gezwungen dreieinhalb Jahre außerhalb ihrer Heimat zu leben.

Lebendiger Bericht

In seinem Tagebuch schrieb Giacomo Bozzoni fast täglich seine Eindrücke und Beobachtungen nieder. „Er gibt uns damit einen lebendigen Bericht über den Bregenzerwald vor 103 Jahren. Der Bericht über die sechs Monate in Egg liest sich fast wie ein Urlaubsaufenthalt. Durch ihr respektvolles Benehmen gliederten die Brüder sich in die Gesellschaft ein und fanden Aufnahme in die örtliche Oberschicht“, erläutert Ausstellungskuratorin Lieselotte Hammerer. Interessante Parallelen von der Ausstellung zur heutigen Flüchtlingssituation zog Kulturreferentin Silke Ritter, die als regionale Koordinatorin für Flucht, Asyl und Integration im Bregenzerwald für 450 Menschen mit Flüchtlingshintergrund zuständig ist.

Interessierte Besucher

Zur zweiten Ausstellung in diesem Jahr konnte Museumsleiter Andreas Hammerer viele interessierte Besucher begrüßen. So machten sich neben den Altbürgermeistern Anton Sutterlüty und Anton Wirth, Kurt Bereuter (Kulturforum Bregenzerwald), Pfarrer Ferdinand Hiller, Richard Behmann, Filmemacher Tone Bechter sowie mehreren Bregenzerwälder Ortschronisten auch die Ausschussmitglieder des Egg Museums Klaus Pfeifer, Waltraud Fetz und Hans Liebschick ein Bild von der gelungenen Ausstellung. Die Öffnungszeiten bis 25. November 2018 sind von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr. Daneben ist die Wanderausstellung des Bregenzerwald Archivs „Der Erste Weltkrieg und der Bregenzerwald“ zu sehen. Im Oktober und November 2018 findet zusätzlich die Ausstellung „Sterbstund“ in memoriam Rita Bertolini statt. ME

 

 

 

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