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Neue Artenvielfalt im Ländle

Der warme Winter, aber auch der Frühling heuer sorgt dafür, dass die Insekten leichtes Spiel haben. Klaus Zimmer von der Inatura weiß, dass das nicht nur bedeutet, dass wir mehr Blattläuse, Zecken oder beispielsweise Borkenkäfer haben. Es heißt auch, dass sich neue Arten bei uns ansiedeln können.

Eigentlich spricht man bei Insekten oft über Artensterben, da der Mensch ihren Lebensraum beansprucht. Doch heuer sorgt der milde Winter und der warme Frühling dafür, dass in heimischen Gärten ein ganz anderes Bild herrscht.

Kaum Minusgrade - hohes Insektenaufkommen

Da es kaum zu Minusgraden im Frühling gekommen ist, kam es zu fast keiner "natürlichen Auslese". Denn normalerweise sorgen die kalten Temperaturen dafür, dass kranke und geschwächte Tiere "aussortiert" werden und sich nur die gesunden im Frühjahr fortpflanzen können. Da dies heuer nicht eingetroffen ist, lässt sich ein höheres Aufkommen an Insekten feststellen.

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Neue Arten siedeln sich an

Doch nicht nur das, auch sorgt das milde Klima dafür, dass sich Arten aus dem Süden bei uns ansiedeln können. Das Spektrum reicht hier von der nicht gern gesehenen Stechmücke bis hin zu Schmetterlingen aus Afrika.

Inatura

Kaum Winterverlust bei den Bienen

Wer auch besonders profitiert vom warmen Wetter sind unsere Bienen. Österreichs Bienenzüchtern und Zoologen der Universität Graz berichten: Die Honigbienenvölker sind vergleichsweise gut über den vergangenen Winter gekommen. 12,6 Prozent der Völker haben laut den eingegangenen Angaben den Winter 2019/20 nicht überlebt. Damit liege man im besten Drittel der seit 2007 erhobenen Daten, hieß es am Donnerstag vonseiten der Universität.

Besonders wenig Ausfälle im Ländle und Burgenland

Die gute Datenlage erlaube laut dem Grazer Wissenschafter auch kleinräumige Vergleiche. Hier zeige sich, dass die Sterblichkeit regional stark schwankt: Vor allem in Wien (20,1 Prozent) und einigen Bezirken in Niederösterreich, aber auch in anderen Bundesländern habe es Ausfälle von zwanzig Prozent gegeben: "Diese Völker werden üblicherweise im Laufe des Jahres durch die Arbeit der Imkerinnen und Imker wiederaufgebaut", beruhigte Dr. Robert Brodschneider von der Universität Graz. Insgesamt sei die Anzahl an Bienenvölkern in Österreich seit dem Jahr 2000 weitgehend stabil. Im Westen und Süden Österreichs haben die Honigbienen bis auf wenige Ausreißer den Winter gut über die Runden gebracht. Die niedrigsten Ausfälle gab es in Vorarlberg (9,9 Prozent) und dem Burgenland (10,4 Prozent).

(VOL.AT/APA)

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