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Neue Abseits-Regel zur Probe

Gelegentliche Fußball-Konsumenten sind schlichtweg überfordert, so mancher Spieler rauft sich die Haare, Trainer reagieren ebenfalls, viele Zuschauer schütteln den Kopf und selbst Fachleute sind geteilter Meinung.

Die Rede ist von der neuen Abseits-Bestimmung, die derzeit in den Spielen des “Confed-Cup” in Deutschland probeweise angewendet wird. Die Betonung liegt auf probeweise, denn die neuen Regel wird vorerst nicht zur internationalen Regel. “Zur Zeit ist das kein Thema. Die FIFA hat für das Turnier in Deutschland einen Versuch gestartet, und danach wird man noch den Prozess der Meinungsbildung abwarten. Es ist aber jedenfalls schon jetzt sicher, dass die UEFA und einige Verbände vehement gegen diese Pläne auftreten”, erklärte Österreichs Schiedsrichterchef Gerhard Kapl, der auch Generalinspektor des Europa-Verbandes ist.

Der ÖFB-Vizepräsident und Vorsitzende der ÖFB-Schiedsrichter-Kommission räumte allerdings ein, dass die FIFA die Bedenken und Kritiker aber genauso negieren und eine Weisung, wonach die Regel umzusetzen sei, ausgeben könne. Auf eine Umsetzung der “Probe-Regel” schon per 1. Juli 2005 deutet momentan jedoch nichts hin. Es bleibt vorerst beim Status quo.

Wird der Ball in eine Richtung oder einen Raum gespielt, wo zwei oder mehrere Spieler stehen, werde abgewartet, welcher Akteur letztlich den Ball bekommt oder annimmt. “Je nach dem, ob im Abseits oder nicht im Abseits, wird dann gepfiffen oder nicht”, so Kapl. Die FIFA-Anweisung besagt, dass erst dann eine Offside-Stellung signalisieren werden soll, wenn der im Abseits stehende Spieler den Ball berührt oder selber spielt. Die neue Auslegung hat heftige Diskussionen ausgelöst. “Es ist gewöhnungsbedürftig, dass die Linienrichter relativ spät winken, und für Trainer und Spieler in vielen Situationen nicht leicht nachzuvollziehen, wann und warum die Schiedsrichter entscheiden”, sagte Joachim Löw, der Co. von DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann. Löw bestätigte, dass die deutsche Elf bei Standards bewusst einen Mann im Abseits postiere. Einen erklärten Gegner hat die Änderung in Oliver Kahn gefunden. “Die Regel ist fragwürdig und verkompliziert alles noch.”

Selbst im Lager der Deutschen gibt es unterschiedliche Meinungen. “Die FIFA hat endlich eine Formel der Vereinfachung gefunden. Das ist eine sehr vernünftige Lösung, die aber noch einen Gewöhnungseffekt braucht”, sagte WM-OK-Chef Franz Beckenbauer zur Direktive an die Referees, erst dann zu pfeifen, wenn der im Abseits befindliche Spieler aktiv ins Geschehen eingereift.

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