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Nepal: Schüsse auf Demonstranten

Bei einer Protestkundgebung gegen die autokratische Herrschaft des nepalesischen Königs Gyanendra ist am Donnerstag mindestens ein Demonstrant getötet worden.

Die Sicherheitskräfte hätten auf die Demonstranten geschossen und dabei mindestens 30 von ihnen verletzt, berichteten Augenzeugen aus der Hauptstadt Kathmandu. Der Tote und die Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte der Arzt Deepak Regmi. Reporter beobachteten, wie Sicherheitskräfte mit großer Gewalt gegen die Kundgebungsteilnehmer vorgingen. Mindestens drei Demonstranten wurden mit Knüppeln bewusstlos geschlagen.

Tausende Menschen folgten dem Aufruf der Sieben-Parteien-Allianz zum Protest gegen König Gyanendra, obwohl die Sicherheitskräfte eine Ausgangssperre verhängt hatten. Zu der Kundgebung werden bis zu eine halben Million Menschen erwartet. Die Massenproteste gegen den König gehen bereits in die dritte Woche. In Kathmandu haben in den vergangenen 15 Tagen täglich Zehntausende protestiert, in den Kreisstädten noch viele mehr. König Gyanendra hatte im Februar 2005 die parlamentarisch legitimierte Regierung entlassen und die Alleinherrschaft übernommen.

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