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Nepal: Ende des Aufstands verkündet

Zehn Jahre nach Beginn des maoistischen Aufstands haben Rebellen und Regierung in Nepal am Freitag eine Einigung erzielt, die dem Himalayastaat Frieden bringen soll.

Beide Seiten hätten eine acht Punkte umfassende Vereinbarung ausgehandelt, „um das Land aus der gegenwärtigen Krise zu holen“, sagte Innenminister Krishna Prasad Sipaula.

Die eintägigen Verhandlungen zwischen Maoisten-Chef Prachanda und Ministerpräsident Girja Prasad Koirala hatten in der Hauptstadt Kathmandu stattgefunden. In dem jahrelangen Kampf Prachandras gegen die Monarchie sind mehr als 12.000 Menschen getötet worden. In der Vergangenheit scheiterten bereits zwei Verhandlungsversuche.

Die seit April amtierende Übergangsregierung erklärte sich mit der Forderung der Maoisten nach baldigen Wahlen für die verfassungsgebende Nationalversammlung einverstanden. Erst dann wollen die Maoisten ihre Waffen abgeben. Prachanda sagte nach dem Treffen, eine demokratische Republik sei „unsere Mindestforderung“. Bei den anstehenden Wahlen für eine verfassungsgebende Nationalversammlung „wollen wir mit dieser Forderung vors Volk treten“. Prachandra war 1996 untergetaucht und hatte seitdem einen blutigen Kampf gegen die Monarchie angeführt.

Maoisten und politische Parteien in Nepal, einst erbitterte Feinde, hatten sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen und gemeinsam Massenproteste gegen König Gyanendra organisiert. Der König hatte Anfang 2005 das Parlament entlassen und seitdem den Himalaya-Staat absolutistisch regiert. Im April beugte sich Gyanendra den Protesten und setzte das Parlament wieder ein. Die maoistischen Rebellen erklärten sich daraufhin zu Friedensgesprächen bereit, die Ende Mai auf Unterhändler-Ebene begonnen hatten.

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