Nepal: Bombenexplosionen in Kathmandu

Am dritten Tag ihrer Blockade der nepalesischen Hauptstadt haben maoistische Rebellen in Kathmandu zwei Bomben gezündet. Zuvor hatten die Rebellen am Freitag einen Polizisten angeschossen, der ein Behördengebäude in der Innenstadt bewachte.

Einer der Sprengsätze wurde unter der Treppe deponiert. Nach Augenzeugenberichten liefen Menschen nach den Schüssen aus dem Gebäude, wenig später explodierte die Bombe. Zum Zeitpunkt der Explosion am Morgen herrschte in der Behörde reger Publikumsverkehr.

Die zweite Explosion ereignete sich an einem unbesetzten Polizeiposten am Rand von Kathmandu. Dabei wurde niemand verletzt.

Die Maoisten wollen mit ihrer Blockade die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen erzwingen. Die Regierung von Ministerpräsident Sher Bahadur Deuba hat sich bisher nicht zu den Forderungen geäußert. Der bewaffnete Konflikt zwischen Sicherheitskräften und maoistischen Rebellen in dem Himalaya-Königreich kostete seit 1996 mehr als 10.000 Menschen das Leben. Im Jänner 2003 war auf Initiative von König Gyanendra ein Friedensabkommen erzielt worden, das jedoch nicht hielt. Die Rebellen forderten allgemeine Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung und lehnten die angebotene Entsendung eigener Vertreter in eine Übergangsregierung ab.

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