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Nepal: Ausgangssperre verlängert

Der nepalesische König Gyanendra hat am Montag die Verlängerung des seit drei Tagen geltenden Ausgehverbots in der Hauptstadt Kathmandu und zwei weiteren Städten angeordnet.

Am Wochenende waren bei Protesten gegen seine Alleinherrschaft mehrere Menschen getötet worden. Die Ausgangssperre gelte von 11.00 bis 18.00 Uhr. Die Regimegegner hatten ihre Kundgebungen am Sonntag trotz einer Ausgangssperre und Drohungen der Behörden fortgesetzt.

Der Generalstreik und die Protestaktionen, die am Donnerstag begonnen hatten, waren zunächst auf vier Tage befristet gewesen. Der von sieben Parteien ausgerufene und von den maoistischen Aufständischen unterstützte Generalstreik hat das Leben in dem Himalaya-Königreich lahm gelegt. Das autoritäre Regime ließ Hunderte von Oppositionellen festnehmen.

Der König hatte im Februar vergangenen Jahres die parlamentarisch legitimierte Regierung entlassen und selbst die Macht übernommen. Die US-Regierung hatte den Monarchen aufgefordert, mit den Parteien „in Dialog zu treten“ und zur parlamentarischen Demokratie zurückzukehren. Die Europäische Union appellierte an Gyanendra, alle politischen und bürgerlichen Freiheiten gemäß den internationalen Verpflichtungen des Landes unverzüglich wiederherzustellen und alle politischen Gefangenen und Menschenrechtsverteidiger freizulassen.

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