NEOS hoben zum Pionierflug ab

Strolz: Es tue nicht gut, wenn eine Partei über so viele Jahre über alles dominiere.
Strolz: Es tue nicht gut, wenn eine Partei über so viele Jahre über alles dominiere. ©APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Bregenz - Die NEOS haben am Donnerstagabend ihren offiziellen Auftakt zum Vorarlberger Landtagswahlkampf zelebriert. Dass es für die pinken Neulinge um viel geht, machte ihr Parteichef Matthias Strolz klar. Die Vorarlberg-Wahl sei der "Pionierflug" für künftige Landtagswahlen, das Ergebnis also "ganz wichtig". Strolz' Botschaft lautete folgerichtig: "Noch 25 Tage laufen, nicht schlafen."
NEOS im Visier von ÖVP und Grünen
Grüne Gründe gegen die NEOS

Rund 100 Sympathisanten hatten sich im “Magazin 4” in der Bregenzer Innenstadt versammelt, um Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht und ihrem Team Anschub zu geben. Nötig scheint dieser, denn, wie der Nationalratsabgeordnete Gerald Loacker betonte, der Gegenwind sei schärfer geworden: “Alle gehen auf die NEOS los.”

Strolz froh über abgelenkte ÖVP

Strolz scherzte dann auch gleich, er sei froh, dass die ÖVP derzeit mit anderem, nämlich ihrer Neuaufstellung im Bund, beschäftigt sei und man daher einmal ein paar Tage Frieden von den Attacken der Volkspartei habe. Dabei hatte der NEOS-Chef für die Volkspartei durchaus auch Freundliches parat. Er verneige sich vor deren Verdiensten.

Allerdings steht für Strolz fest, dass es nun an der Zeit wäre, der ÖVP die absolute Mehrheit zu nehmen. Es tue nicht gut, wenn eine Partei über so viele Jahre über alles dominiere. Als Beispiel kamen die Illwerke – die werden von Strolz geliebt, von Parteieinfluss mögen sie dann aber doch befreit werden. Dass der NEOS-Gründer gerade den Energieversorger für sein Liebesbekenntnis heranzog, kommt nicht von ungefähr. Die ÖVP kampagnisiert seit Wochen, dass die Pinken die Illwerke privatisieren wollen, was diese ebenso lang bestreiten.

Lob für Scheffknecht

Die zuletzt etwas unter Beschuss geratene NEOS-Spitzenkandidatin wurde von Strolz gewürdigt. Die NEOS kämen aus der Mitte des Landes und genau das verkörpere Scheffknecht. Die derart Gelobte gestand durchaus ein, dass sie sich mit den Angriffen der politischen Konkurrenz, wie zuletzt in der ersten Elefantenrunde im ORF-Radio Vorarlberg, noch etwas schwer tue. Doch sie habe sich entschlossen, nicht auf solche Konflikte einzusteigen.

Vielmehr gehe es ihr darum, Inhalte sachlich transportieren zu wollen. Nicht nur einmal erwähnte Scheffknecht, dass sie aus der Wirtschaft komme, und dass man es in der Politik durchaus einmal so vernünftig strukturiert wie in der Wirtschaft angehen könne. An inhaltlichen Botschaften brachte Scheffknecht eine Bildungsreform unter anderem mit Autonomie für die Schulen sowie eine Steuerentlastung, die dringend einer Umsetzung bedürfe.

Nach dem Start der NEOS fehlen von den chancenreichen Parteien nur noch die Grünen mit ihrem offiziellen Auftakt. Dieser erfolgt am morgigen Freitag im Zentrum von Bregenz.

(APA)

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