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Nenzing hilft nur ein Wunder, Mäder hofft

Die Walgauer sind im Jubiläumsjahr in der Vorarlbergliga in argen Abstiegsnöten und ohne Erfolgserlebnis.

Nenzing. Ausgerechnet zum 60- jährigen Vereinsbestehen droht Jubilar Frastanzer FC Nenzing der bittere Gang in die Fünftklassigkeit. Die goldenen Zeiten, sprich vier Saisonen der Ligazugehörigkeit in der höchsten Amateurklasse Österreichs (Regionalliga West 1998 bis 2002) gehört in der Walgaugemeinde längst der Vergangenheit an. Nach sieben Saisonen in der Vorarlbergliga, wo man schon des öfteren in akuter Abstiegsgefahr war, ist der Verbleib nur mehr sehr schwer zu schaffen und nur noch ein großes Wunder hilft. Zehn Punkte liegt Schlusslicht Nenzing hinter einem rettenden Nichtabstiegsplatz. Seit nunmehr neun Pflichtspielen in Folge sind die Schützlinge von Neocoach Reinhard Burtscher ohne Erfolgserlebnis und neunmal gelang den Walgauern kein Torerfolg. “Wir haben keine Alternativen, es fehlt die Qualität in der Mannschaft, der Abstieg ist kaum mehr abzuwehren”, sprach Nenzing-Präsident Johann Burtscher Klartext. Laut Burtscher wird am Weg von jungen Eigenbaus nicht abgegangen, die finanziellen Mitteln fehlen.

Der Abstieg für Nenzing in die Fünftklassigkeit hat auch sportliche Folgen. “Dann sind wir im Walgau nicht mehr die erste Adresse für die Talente”, fügte Burtscher hinzu. Das Oberlandderby zwischen Nenzing gegen Mit-Abstiegskandidat Mäder war auch das Duell der beiden schlechtesten Offensivteams der höchsten Spielklasse des Landes. Beide Mannschaften waren stark ersatzgeschwächt, Mäder trat mit dem letzten Aufgebot an. Auch für Mäder verlief die bisherige Meisterschaft alles andere als rosig. Trotz großem Einkaufsprogramm im Sommer und im Winter muss man unter Langzeitcoach Stefan Simon weiterhin um den Klassenerhalt zittern. Allerdings hat Mäder während der ganzen Saison große Personalsorgen und konnte nie in Bestbesetzung antreten. So fehlte gegen Schlusslicht Nenzing fast ein gesamtes Team. Erst nach Seitenwechsel fielen durch Engin Öztürk (68./Weitschuss) und Legionär Niki Bule (80./schöne Einzelleistung) die siegbringenden Treffer für den dritten Auswärtssieg von Mäder in dieser Saison. Allerdings fand ein reguläres Krautberger-Kopfballtor keine Anerkennung (33.) und zweimal rettete für Nenzing das Aluminium (Wölfl 25./Kloser 74.). Für Mäder war es der zweite Zu-Null-Sieg in Folge und ein perfekter Frühjahrsstart. “Das Wichtigste waren die drei Punkte”, war Mäder-Coach Stefan Simon nach dem Schlusspfiff erleichtert.
Quelle: Meine Gemeinde Thomas Knobel

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