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Nein zu E-Vignette

Dornbirn - Wie kürzlich bekannt wurde, fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) die Einführung einer E-Vignette, die nach demselben Prinzip funktioniert, wie die LKW-Maut. ASFINAG und ÖAMTC lehnen diese Forderung vehement ab.
Jürgen Wagner erklärt

„Die E-Vignette funktioniert wie die GoBox im LKW. Somit kommt also Road-Pricing durch die Hintertür zum PKW-Lenker“, erklärt Jürgen Wagner vom ÖAMTC in Dornbirn im Gespräch mit VOL Live.

Dass die sich mittlerweile etablierte Autobahnvignette abgelöst werden soll, ist für ihn nur schwer nachvollziehbar, da eine Umstellung auf ein Road-Pricing-Modell massive Mehrkosten für Autofahrer mit sich bringen würde, etwa durch fehlende Infrastruktur: „Für Wenig-Fahrer gibt es Mehrkosten aufgrund der fehlenden Infrastruktur, bei Vielfahrern kommt es hingegen zu einer Kostenexplosion und das wollen wir auf gar keinen Fall.“

Wagner räumt ein, dass für die E-Vignette zwar die vorhandenen LKW-Maut-Lesegeräte verwendet werden könnten, jedoch alle PKW auf Maut-Geräte aufrüsten müssten. Die ASFINAG beziffert die Kosten für ein solches Gerät mit rund 15 Euro. Neben Mehrkosten sieht Wagner hier aber auch noch andere Probleme:  „Wenig-Fahrer werden sich überlegen, das Gerät anzuschaffen und hier wird es zu einer Mehrbelastung der Gemeinde- und Landstraßen kommen“, schätzt er die Lage ein.

Jährlich 2000 Euro Abgaben pro KFZ-Lenker

„Österreichische Autofahrer zahlen jährlich rund 2000 Euro an Steuern, Abgaben und Mauten, da benötigt es kein Road-Pricing“, so der Verkehrsexperte weiter und ist sich sicher: „Würde die Mineralölsteuer nicht ins allgemeine Budget einfließen, sondern zweckgebunden für den Straßenverkehr verwendet werden, wären genug Mittel vorhanden. Wir könnten gar nicht so viele Straßen bauen, wie wir Geld dafür hätten.“

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