Nazi-Jäger suchen in Chile und Argentinien nach KZ-Arzt Heim

"Nazi-Jäger" des Simon-Wiesenthals-Zentrum sind am Montag (Ortszeit) in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile angekommen, um nach dem KZ-Arzt Aribert Heim zu suchen. Der 94-jährige gebürtige Österreicher soll sich möglicherweise in Chile oder Argentinien befinden.
Jagd nach Nazi-Kriegsverbrecher

Die Delegation wird vom Leiter der israelischen Niederlassung des Zentrums, Efraim Zuroff, geleitet. Der KZ-Arzt kann sich demnach in Puerto Montt in Südchile bei seiner Tochter Waltraud aufhalten.

Heim wird wegen des Mordes an Hunderten Gefangenen des in Österreich gelegenen Konzentrationslagers Mauthausen während des Zweiten Weltkrieges gesucht. Der 1914 in Österreich geborene Heim wurde 1945 von US-Soldaten verhaftet, zweieinhalb Jahre später jedoch wieder freigelassen – nach Angaben des Wiesenthal-Zentrums unter verdächtigen Umständen. Später praktizierte Heim als Gynäkologe in Deutschland, bevor er sich 1962 absetzte, um einer Verhaftung zu entgehen.

Deutschland, Österreich und das Wiesenthal-Zentrum haben eine Belohnung von 310.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu Heims Verhaftung führen.

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