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National Chip Week

Großbritannien feiert die National Chip Week. Und die gute Nachricht: Pommes stärken die Abwehrkräfte.

Pommes frites stärken die Abwehrkräfte. So direkt sagt es Kathryn Trivett zwar nicht, dennoch wirbt sie vollmundig mit der Botschaft, dass 100 Gramm der Erdäpfel-Stäbchen mehr Vitamin C enthalten als ein Apfel. Der Mitarbeiterin des „British Potato Council“ ist jedes Mittel recht, damit die heimische Knolle in aller Munde ist, und nicht zuletzt deshalb wurde diese Woche auch offiziell zur „National Chip Week“ erklärt.

Pommes frites heißen auf der Insel „chips“, weil – anders als bei der Ursprungsform vom Kontinent – in Großbritannien der Erdapfel grob geschnitzt wird und dann eher dominosteinartig ins siedende Fett fällt. „Hier liegt die große Kunst des Frittierens“, meint Ahmet Ziyaeddin dozierend mit erhobenem Zeigefinger. Das Öl dürfe den Chip auf keinen Fall penetrieren, sondern höchstens unter der Oberfläche ansetzen, verrät der „Rock and Sole Plaice“-Chef das Geheimnis seines Erfolges.

Und den kann er zweifellos vorweisen: Täglich gehen durchschnittlich 100 Kilogramm Pommes frites über den Tisch seines berühmten Ladens. Immerhin handelt es sich um Londons ältesten noch bestehenden Pommes-Stand, gegründet vor 130 Jahren unweit des Covent Garden. Dave Stewart, Gitarrist von den „Eurythmics“ gehört zu den Stammgästen. Auch Madonna war bereits dem guten Fritten-Ruf und -Duft gefolgt – natürlich gewürzt mit Salz und einem Schuss Essig. Von „Pommes rot-weiß“ hat Ahmet angeblich noch nie etwas gehört. Trotzdem wurde sein „Rock and Sole Plaice“ auserwählt für die offizielle Eröffnung der „National Chip Week“.

Mit dieser groß angelegten Kampagne will der britische Erdäpfel-Rat das Geschäft mit dem Nachtschattengewächs ankurbeln: Und mit „Fish&Chips“, dem traditionellen National-Gericht der Briten, serviert sich die Werbebotschaft besonders schmackhaft. Nationale Erhebungen machen angeblich fünf bedeutende Unterschiede unter den Fritten-Fans aus: den genüsslichen Gourmet, den hastigen Verschlinger, den zurückhaltenden Knabberer, den Grummler – immer auf der Suche nach der leckeren ersten Portion von früher – sowie den Widerständler, der trotz großer Versuchung Nein sagen kann zur gold-gelben Delikatesse.

Dazu passt die Nachricht, dass in Großbritannien derzeit an der Pommes mit integriertem Ketschup getüftelt wird. „Tomato Ketchip“ soll das Essen revolutionieren, verspricht der Soßen-Hersteller Heinz. Und spekuliert auf künftig erheblich weniger rot-klebrige Schmierereien am Esstisch.

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