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NASA-Techniker warnte vor Shuttle-Unglück

Zwei Tage vor dem Absturz der US-Raumfähre Columbia hat ein NASA-Ingenieur die Raumfahrtbehörde vor einer Katastrophe gewarnt.


Er hatte ein Szenario entworfen, nach dem das linke Landefahrwerk beim Eintritt in die Erdatmosphäre überhitzt werden könnte. Die NASA veröffentlichte am Mittwoch eine interne E-Mail, die der Ingenieur Robert Daugherty am 30. Jänner geschrieben hatte.

Daugherty hatte darin gemutmaßt, was bei der Landung passieren könnte, falls das beim Columbia-Start abgeplatzte Stück Isolierschaum die Abdeckung des Landefahrwerks beschädigt haben sollte. Die Behörde hatte den beim Abflug entstandenen Schaden als ungefährlich eingeschätzt.

In seinem Schreiben zeigte sich der Wissenschafter vom NASA- Forschungszentrum in Langley besorgt, dass sich das Aluminium der Columbia-Räder aufheizen und die Reifen zum Platzen bringen könnte. Fest klemmende Trümmerteile könnten dann das Ausfahren des Fahrwerks verhindern, so dass die Raumfähre notfalls eine Bauchlandung machen müsste. Möglich sei auch, dass sich das Innere des Shuttles so stark aufheizen werde, dass wichtige Instrumente wie das Hydrauliksystem zerstört werden könnten.

Die NASA hatte Daugherty selbst um seine Einschätzung gebeten. Zwei Tage vor seiner Mitteilung waren Ingenieure der Raumfahrtbehörde nach tagelangen Beratungen jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass das beim Start abgeplatzte Stück Isolierschaum vermutlich zu keinen gefährlichen Schäden geführt habe.

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