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Najaf: Angriffe vorübergehend ausgesetzt

Die US-Armee hat die militärische Offensive gegen die Miliz des radikalen Schiitenführers Moktada al-Sadr in der seit Wochen umkämpften Stadt Najaf am Donnerstag vorerst ausgesetzt, um Gespräche zwischen Sistani und Sadr nicht zu behindern.

Die Angriffe würden „vorübergehend unterbrochen“, so ein Armeesprecher. Damit folge die US-Armee einer Bitte der “örtlichen und der irakischen Regierung“.

Der irakische Ministerpräsident Iyad Allawi hatte zuvor einen 24-stündigen Waffenstillstand ab dem Eintreffen von Sistani in Najaf angekündigt. Seit Donnerstagnachmittag schwiegen die Waffen in der heiligen Stadt. Eine Verlängerung der von Allawi verkündeten Feuerpause hänge von der Reaktion der Aufständischen ab, sagte ein US-Offizier. „Dies ist die letzte Chance für ein Ende des Blutvergießens“, erklärte Allawi in Bagdad.

Sistani will, dass Najaf und Kufa zur waffenfreien Zone erklärt werden. Dazu müssten auch die irakischen und amerikanischen Streitkräfte die beiden Städte verlassen und die Verantwortung für die Sicherheit der Polizei übergeben. Die Opfer der Kämpfe sollen nach dem Willen des Geistlichen von der Regierung entschädigt werden. Der 73-Jährige war nach seiner Rückkehr aus London von Basra aus ins 360 Kilometer nördlich gelegene Najaf aufgebrochen.

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