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Nahwärmenetz für Schetteregg

An dieser Stelle soll im Herbst 2020 das neue Biomasse-Heizwerk in Betrieb gehen.
An dieser Stelle soll im Herbst 2020 das neue Biomasse-Heizwerk in Betrieb gehen. ©ME
Im Ski- und Wandergebiet Schetteregg wird ein Biomasse-Heizwerk errichtet.
Biomasse-Heizwerk Schetteregg

Egg. Schetteregg heizt ab der kommenden Saison 2020 mit nachhaltiger Wärme aus Biomasse. Gemeinsam mit der illwerke vkw AG, die das Biomasse-Heizwerk errichtet und betreibt, und der Gewerbepark R200 GmbH setzt die Egger Liftgesellschaft ein Vorzeigeprojekt um. Sechs Parteien in der Parzelle Schetteregg beziehen zukünftig erneuerbare Energie aus dem gemeinsamen Nahwärmenetz. Mit diesem entsteht neben seiner Funktion als Nahwärmeversorger ein Mehrzweckgebäude, das vielen Ansprüchen gerecht wird.

Umweltfreundlich

Das Biomasse-Heizwerk Schetteregg befindet sich derzeit in Bau und wird pünktlich zum Saisonstart 2020 fertiggestellt sein. Es wird das Ski- und Wandergebiet mit Biowärme versorgen. „Mit dem Projekt geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Ölheizung im Lifthus ist in die Jahre gekommen und entspricht schon länger nicht mehr dem Nachhaltigkeitsgedanken der Egger Liftgesellschaft. Gerade wir, die wir vom Wetter so abhängig sind, müssen alles dafür tun, um die Klimaerwärmung einzubremsen“, informiert Geschäftsführer Hannes Waldner und ergänzt: „Wir übernehmen Verantwortung für die Umwelt. Dabei haben wir nach einem ressourcenschonenden und kostengünstigen Weg gesucht, alle Bedürfnisse für Schetteregg und die Liftgesellschaft mit einem Gebäude zu lösen.“ Das Biomasse-Heizwerk bringt in Zukunft eine CO2-Einsparung von 125 Tonnen pro Jahr. 50.000 Liter Heizöl werden nach der Inbetriebnahme durch nachhaltige und vor allem regionale Biomasse ersetzt. Die gesamte Wertschöpfung bleibt in der Region, da das Waldhackgut aus der unmittelbaren Umgebung bezogen wird.

Kompetente Partner

Sechs Parteien werden in Zukunft in Schetteregg mit nachhaltiger Wärme versorgt. Dazu zählen das Lifthus inklusive Beherbergungsteil, das Gasthaus s’Amagmach, Haus Marianne Rehm, der Schetteregger Hof, die Langenarger Hütte und die neue Ferienlodge Fuchsegg. Die Anbindung der Ferienlodge, ein sechsteiliger Gebäudekomplex, macht eine rentable Nahwärmeversorgung möglich. „Mit der illwerke vkw AG als Errichterin und Betreiberin und der R200 GmbH aus Egg haben wir kompetente und erfahrene Partner, die für ein Projekt dieser Größenordnung natürlich sehr wichtig sind“, so Waldner.

Multifunktionell

Der Standort für den Neubau hatte viele Kriterien zu erfüllen: einmal eine generell zentrale Lage, um das Leitungsnetz so kurz wie möglich zu halten, außerdem eine Zufahrt für die Pistengeräte von der Piste aus. Auch für die Anlieferung des Heizmaterials brauchte es eine praktikable Lösung. Das Gebäude wird neben der Heizzentrale im Untergeschoss über eine Pistenwalzengarage im Obergeschoss verfügen. Im Erdgeschoß befindet sich eine zentrale Müllsammelstelle. Die Brennstoffanlieferung und Garagenflächen zum Mieten werden ebenfalls im Erdgeschoß angesiedelt sein. Der Neubau bietet auch Platz für überdachte Parkplätze für Dauerparker. Damit werden mehr Parkmöglichkeiten für die Tagesgäste geschaffen. „In Zukunft können zudem die Geräte wie Walzen, Schneeerzeuger oder Förderbänder im Sommer sachgerecht gelagert werden“, freut sich Hannes Waldner über die weiteren Vorteile, die das Projekt mit sich bringt. ME

 

 

 

 

 

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