Nahost: Treffen Sharon-Abbas verschoben

Das am Sonntag geplante Treffen zwischen dem israelischen Regierungschef Ariel Sharon und dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas (Abu Mazen) ist verschoben worden.

Das teilte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat mit. Abbas befürchtet unterdessen, dass der Gaza-Streifen durch die jüngste Eskalation der Gewalt endgültig zu einem rechtsfreien Raum werden könnte. Erekat sagte nach einem Treffen von Abbas mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak: „Das Wichtigste ist, dass die Palästinenser in dieser Situation jetzt nicht die Waffen aufeinander richten.“ Denn, wer dafür sorge, dass die Lage außer Kontrolle gerate, liefere Israel einen Vorwand für weitere Angriffe.

„Und dann werden sie aus dem Gaza-Streifen ein zweites Somalia machen, was ja nicht im Interesse der Palästinenser sein kann.“ Hilfe erhofften sich die Palästinenser nun von Mubarak, der in der Frage der Grenzsicherung zwischen Ägypten und dem Gazastreifen eng mit der israelischen Regierung zusammengearbeitet hatte, und vom Nahost-Quartett (USA, UNO, EU und Russland).

Ein ägyptischer Regierungsbeamter, nannte die jüngsten Raketenangriffe der radikalen palästinensischen Bewegung Hamas „absurd“. Auf diese Angriffe hatte Israel mit einer Offensive geantwortet. Kampfhubschrauber beschossen Ziele in Gaza und durchsuchten Gebäude im Westjordanland. Die israelische Armee und die jüdischen Siedler hatten den 1967 besetzten Gaza-Streifen Mitte September verlassen.

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