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Nahost: Kritik an Olmert

Im Untersuchungsbericht zu politischen und militärischen Fehlern im Libanon-Krieg wird trotz scharfer Kritik an Israels Ministerpräsident Olmert nicht dessen Rücktritt gefordert.

Der Report, der am Montag vorgelegt werden soll, rüge die “überstürzte und unkluge“ Art, mit der Olmert den Krieg gegen die Hisbollah im Libanon gestartet habe, berichtete der Sender „Channel 10“.

In der von dem ehemaligen Richter Vinograd geleiteten Untersuchung werde beklagt, dass der Regierungschef nicht auf mehrere Berater gehört habe, sondern vor allem von Ex-Militärchef Halutz beeinflusst worden sei. Dennoch werde nicht ein Rücktritt von Olmert empfohlen.

Der Bericht gehe weniger hart mit Verteidigungsminister Peretz ins Gericht. Allerdings werde diesem ein „kompletter Mangel an militärischer Erfahrung“ attestiert. Der Militäreinsatz gegen den Libanon vom Sommer 2006 wird in Israel weithin als Fehlschlag gewertet, weil er weder zur Befreiung der beiden in den Libanon verschleppten Soldaten führte, noch den Raketenbeschuss Nordisraels durch die Hisbollah stoppen konnte.

Beobachter gehen davon aus, dass Olmerts Zukunft von den Ergebnissen der Untersuchungskommission abhängen könnte, genau so wie die von Verteidigungsminister Peretz. „Aus dem Umfeld Olmerts ist zu hören, dass für ihn sehr schwer werden wird, den Bericht zu überleben“, sagte ein Journalist von „Channel 10“.

In dem 34-Tage-dauernden Krieg starben im Vorjahr 158 Israelis und etwa 1.200 Menschen im Libanon, darunter etwa 270 Hisbollah-Kämpfer.

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