NADA und SoKo mit ÖSV befasst

ÖSV: "Alles klar widerlegt"
ÖSV: "Alles klar widerlegt" ©APA (Archiv/Hochmuth)
Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) und die Sonderkommission Doping im Bundeskriminalamt sind nach Hinweisen des Olympia-Lobbyisten Erwin Roth derzeit mit Medikamentenbeschaffungen des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) befasst. Das berichteten die "Tiroler Tageszeitung" (TT) und sie Internetplattform Laola1.at. Laut ÖSV wurde aber alles Fragwürdige "ganz klar widerlegt".

Die ÖSV-Ärzte Peter Baumgartl und Hannes Lechner hätten über das Krankenhaus St. Johann und mehrere Apotheken auf Rezept “in großem Ausmaß” unter anderem Glukose- und Aminosäurepräparate, die auf der WADA-Liste der verbotenen Mittel und Methoden stehen, bezogen. Derartige Beschaffungen seien für einen Sportverband “absolut ungewöhnlich”, schreibt die TT.

Wie die TT weiter schreibt, habe der ÖSV reagiert und in Salzburg mit Anti-Doping-Experte Hans Holdhaus in Salzburg eine “Krisensitzung” abgehalten. “Dort haben wir alles geklärt. Es wurde alles ganz klar widerlegt”, wurde Lechner zitiert. Er sei von Roth, was die Medikamente betrifft, falsch zitiert worden. Von Aminosäuren, Glukose und hochkonzentrierten Vitaminen sei nie die Rede gewesen.

Laola1.at berichtete, dass derlei Beschaffungsvorgänge seit 2002 stattgefunden hätten. Infusionen, die zum Beispiel zur Beschleunigung der Regeneration verwendet werden können, sind Sportlern laut WADA-Code seit 2005 verboten, außer sie werden nach ärztlicher Indikation (etwa in Notfällen) verwendet. Der bloße Ankauf von Infusionen stellt hingegen keinen Verstoß gegen das Anti-Doping-Regulativ dar.

Wie NADA-Geschäftsführer Andreas Schwab der Austria Presse Agentur bestätigte, habe er nach Eintreffen mehrerer E-Mails von Roth diese an die SoKo Doping und an das Sport- und Verteidigungsministerium weitergeleitet und eine Stellungnahme vom ÖSV eingefordert.

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