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Nachwuchsexperten in Sachen Energie

Selbst Hand anlegen machte großen Spaß.
Selbst Hand anlegen machte großen Spaß. ©Energieinstitut Vorarlberg/MO
Energieregion Vorderwald bildet 16 Teilnehmer im Rahmen des Projekts „Gut -Genug“ aus.
Ausbildung Energieregion

Lingenau. Unter dem Titel „Gut – Genug” bildet die Energieregion Vorderwald interessierte Menschen in wichtigen Themen zur Energieautonomie aus. Nach der Ausbildung werden von den Teilnehmern selbst Projekte umgesetzt. Dafür gibt es eine Entschädigung in Form von Einkaufsgutscheinen der Gemeinden.

 

Praxis und Exkursionen

16 TeilnehmerInnen zwischen 16 und 25 Jahren haben sich für die Ausbildung angemeldet. In drei Schulungsveranstaltungen und zwei Exkursionen haben die Teilnehmer Wissen über Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und die Zusammenhänge zwischen Konsum bzw. Regionalität und Klimaschutz erfahren. Dabei wurde Erlerntes immer wieder in eigenen Praxiseinheiten umgesetzt. So kochten die TeilnehmerInnen mit saisonalen und regionalen Zutaten auf dem Biohof Lingenhel in Doren, sie bauten LED Leselampen und besuchten das Reparatur-Café Riefensberg und Fensterbauer Dietmar Hirschbühl in Riefensberg.

Erneuerbare Energie

Die erste Exkursion stand ganz im Zeichen der Erneuerbaren Energie und des nachhaltigen Bauens: Auf dem Biomassehof Ilg in Dornbirn konnte die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen live miterlebt werden: Wärme aus Holz, Strom aus Holz, Sonne und Wind sowie Biogas. Beim anschließenden Besuch des Energieinstituts Vorarlberg lernten die TeilnehmerInnen wichtiges Grundwissen über nachhaltiges Bauen bei einem Workshop mit dem Titel „Welches Haus ist gut genug?“

Regionalität

Die zweite Exkursion fokussierte auf das Thema Regionalität und regionale Versorgung. Beim Besuch der Regio Bregenzerwald erläuterte Geschäftsführer Dr. Lukas Schrott die verschiedenen Aufgaben, insbesondere auch Hintergründe zum Landbus Bregenzerwald. Die Betriebsführung durch den Bauernhof Metzler und die Molke-, Kosmetik- und Käseproduktion zeigte andere Aspekte der regionalen Versorgung. Wie sich eine kleine Berggemeinde mit 400 Einwohnern den Herausforderungen der Nahversorgung stellt, veranschaulichte der Besuch des kurz vor Weihnachten eröffneten Sibratsgfäller Dorfladens mit Bäckerei. Lokale Kreisläufe wurden auf dem Dornerhof sichtbar: Biomasseheizwerk, Fleischproduktion, Dorfladen, Seminarraum und Bäckerei greifen ineinander und bilden wichtige Synergien.

Eigene Projekte umsetzen

Nach der intensiven Lernphase ist jetzt Eigeninitiative gefragt. Die 16 TeilnehmerInnen setzen bis Mai eigene Projekte um, in denen sie ihr erworbenes Wissen weitergeben. Die ersten Projektideen klingen vielversprechend. Die jungen TeilnehmerInnen stellen ihre Projekte und Erfahrungen in einer Schlussveranstaltung im Mai der Öffentlichkeit vor. MO

 

 

 

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