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Nachgiebiger Tsipras muss sich daheim erklären

Zeitung "Kathimerini" erwartet "Crash-Test für die Regierung".
Zeitung "Kathimerini" erwartet "Crash-Test für die Regierung". ©EPA
Griechenlands Medien sehen nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel Regierungschef Alexis Tsipras in Erklärungsnöten. "Auf dem Weg zur Einigung mit Sparmaßnahmen in Höhe von 7,9 Milliarden Euro", titelt die konservative Zeitung "Kathimerini" am Dienstag.
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Tsipras müsse jetzt seinem Parlament und seiner Partei erklären, warum er von seinen Wahlversprechen so sehr abweiche. Einen “Crash-Test für die Regierung” erwartet das Blatt.

Tsipras vor Konfrontation mit seiner Partei

Aus Sicht der griechischen Öffentlichkeit hat Tsipras zuletzt erhebliche Zugeständnisse an die Geldgeber gemacht. “Wir zahlen acht Milliarden Euro und die Gläubiger wollen mehr”, titelt die Athener Zeitung “Ta Nea”. Es gebe zwar positive Reaktionen seitens der Verhandlungspartner, aber noch kein Wort über die Umstrukturierung des griechischen Schuldenberges. Tsipras stehe vor einer Konfrontation mit seiner Partei Syriza.

“Schmerzhafter Kompromiss”

“In die Richtung eines schmerzhaften Kompromisses”, schreibt die linke Zeitung “Efimerída ton Syntaktón” auf ihrer Titelseite. Tsipras wolle eine umfassende und dauerhafte Lösung. Die Lasten des neuen Sparprogramms würden dieses Mal die Reichen tragen, zitiert das Blatt den Regierungschef.

Presse spricht von “Schock”

“Sparabkommen – Schock”, titelt die konservative Athener Zeitung “Eleftheros Typos”. Die Hinhaltetaktik der griechischen Regierung habe zu einem aufgeblasenen neuen Sparprogramm in Höhe von 7,9 Milliarden Euro geführt. Jetzt müsse Tsipras seiner Regierung und der Partei seine Kehrtwende erklären.

Die in der Hafenstadt Thessaloniki erscheinende Zeitung “Angeliaforos” schreibt: “22 Sparmaßnahmen – 7,9 Milliarden Euro”. Alexis Tsipras sei entschlossen, auch wenn es teuer wird, das Land aus der Zeit der Krise herauszuführen.

APA
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“Es gibt einen Hoffnungsschimmer”

Der ehemalige griechische Außenminister Dimitris Droutsas hat die Annäherung im Schuldenstreit begrüßt. “Es gibt einen Hoffnungsschimmer, dass wir die Katastrophe abwenden können”, sagte der Pasok-Politiker am Dienstag in der Früh im Deutschlandfunk. Teilweise sei aber auch eine sehr große Skepsis zu spüren.

“Es geht um sehr, sehr harte Maßnahmen. Es geht um Einsparungen von knapp acht Milliarden Euro in den nächsten eineinhalb Jahren.” Es gelte nun, das Sparpaket durch das griechische Parlament zu bringen. “Das wird keine leichte Aufgabe sein für Herrn Tsipras”, so Droutsas.

Abgeordnete kündigen Widerstand an

Einige Syriza-Abgeordnete hätten bereits Widerstand angekündigt. Tsipras könne seinen Versprechen aus dem Wahlkampf nicht mehr nachkommen, einige Bürger würden bereits von Lügen sprechen. Das Sparpaket sei das Gegenteil seiner Versprechen, sagte Droutsas. “Jetzt steht er eben da, quasi wie der König ganz nackt ohne Kleidung.”

Droutsas war von 2010 bis 2011 Außenminister. Seit Juni 2011 sitzt er für die Sozialisten im EU-Parlament.

(APA)

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