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Nachbeben löste Angst in L'Aquila aus

In den Abruzzen wächst die Angst vor weiteren Erdstößen, nachdem am Montagabend ein Nachbeben der Stärke 4,6 die Region erschüttert hat.
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Das Beben war noch im 120 Kilometer entfernten Rom zu spüren. Das Epizentrum lag unmittelbar nördlich der Stadt L’Aquila, die bei dem großen Beben am 6. April fast gänzlich zerstört worden war.

Obwohl am Montag keine Schäden vermeldet wurden, verließen viele Obdachlose ihre Zelte. Beim Zivilschutz gingen zahlreiche Anrufe erschrockener Bürger ein. Feuerwehren kontrollierten die Stabilität jener Gebäuden, die in L’Aquila wieder zugänglich sind. “Dieses Nachbeben zeigt, dass wir weiterhin auf der Hut sein müssen”, sagte der Sprecher der Feuerwehr in L’Aquila, Franco Giancarlo.

Erst am Sonntag war ein Teil der Innenstadt L’Aquilas zugänglich gemacht worden. Das Gebiet rund um den Domplatz wurde zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben am 6. April, bei dem 294 Menschen ums Leben gekommen waren, wieder für Fußgängern geöffnet.

Das Nachbeben beunruhigt auch die Organisatoren des vom 8. bis 10. Juli geplanten Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G-8. Die Politiker sollen in einer Polizeiakademie in L’Aquila tagen. Ursprünglich war das Gipfeltreffen auf Sardinien geplant. Aus Solidarität zu der vom Erdbeben stark betroffenen Stadt kündigte Berlusconi eine Verlegung des Treffens nach L’Aquila an. Dieser Beschluss war kritisiert worden.

Rund 1.000 Menschen, die durch das Erdbeben vom 6. April obdachlos wurden, hatten vergangene Woche vor dem Regierungssitz in Rom demonstriert. Grund ihres Protestaktion war der schleppende Wiederaufbau.

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