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Nach Raketenangriff auf Lwiw steigt Zahl der Toten auf zehn

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Die Zahl der Toten nach dem Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Lwiw (Lemberg) ist auf zehn gestiegen.
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Das zehnte Todesopfer - die Leiche einer Frau - sei am Freitagmorgen aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden, teilte Bürgermeister Andrij Sadowyj via Telegram mit. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden bei dem Raketenangriff in der Nacht auf Donnerstag in einem Wohngebiet 42 Menschen verletzt, unter ihnen drei Kinder.

Wohnungen komplett zerstört

Die oberen Etagen eines großen Wohnblocks mit mehreren Eingängen waren durch den Raketeneinschlag komplett zerstört worden, wie auf Videos zu sehen war. Insgesamt war nach offiziellen Angaben von Schäden an 35 Gebäuden die Rede. In der Stadt wurde für zwei Tage eine Trauer ausgerufen.

Sadowyj hatte von dem schwersten Angriff auf die zivile Infrastruktur von Lwiw seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als 16 Monaten gesprochen.

Russland habe Lwiw mit Marschflugkörpern des Typs "Kalibr" angegriffen, die vom Schwarzen Meer aus abgeschossen worden seien, hatte die ukrainische Luftwaffe mitgeteilt. Sieben von zehn russischen Raketen habe die Flugabwehr zerstören können.

Selenskyj kündigt Antwort an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits angekündigt, dass es "definitiv eine Antwort auf den Feind" geben werde. "Eine spürbare."

Lwiw liegt nur rund 70 Kilometer östlich der Grenze zu Polen. In der Stadt mit ursprünglich 720.000 Einwohnerinnen und Einwohnern halten sich auch viele Geflüchtete aus den umkämpften Gebieten im Osten der Ukraine auf.

(APA/dpa)

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