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Nach Mord an Südtiroler laut Polizei weiter keine "heiße" Spur

Nach dem mutmaßlichen Begleiter wird gefahndet.
Nach dem mutmaßlichen Begleiter wird gefahndet. ©APA/Polizei
Nach dem Mord an einem in Baden-Württemberg lebenden Südtiroler Feinkosthändler hat die Polizei weiter keine "heiße" Spur. Ermittelt werde unter anderem auch im Umfeld des Opfers.

Auf die Ende April veröffentlichten Phantombilder eines ominösen Mannes mit dem Namen “Sandro”, zu dem das Opfer ins Auto gestiegen sein soll, hätten sich zehn Zeugen gemeldet, berichteten Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei in Friedrichshafen am Bodensee. Nach Angaben der Frau des ermordeten Peter H. soll der Südtiroler am 20. April in seinem Wohnort in Deutschland in das Auto des italienisch sprechenden Mannes gestiegen sein. Die Familie habe eigentlich zusammen nach Südtirol fahren wollen. Seiner Frau habe er dann aber gesagt, dass “er noch etwas zu tun habe und sie inzwischen alleine losfahren soll”. Sie soll noch gesehen haben, wie der Südtiroler in dem Auto des etwa 45 Jahre alten, 1,80 Meter großen Mannes weggefahren sei. Später kam dann noch der Verdacht hinzu, “Sandro” könnte bei einem gemeinsamen Kaffee der Frau “etwas” in das Getränk geschüttet haben, weil sie kurze Zeit eingeschlafen sei.

Ermittlungen dauern an

Nach wie vor werde “in alle Richtungen” ermittelt. Der Südtiroler sei “polizeilich auffällig” gewesen, sowohl in seiner ursprünglichen Heimat, als auch in Österreich und in Deutschland. Peter H. wurde am 23. April von seiner Frau bei der Polizei als vermisst gemeldet. Für Hinweise an die Ermittlungsgruppe “Tirol” hatte die Polizei unter anderem die deutsche Telefonnummer 0049/7541/701-2434 in Friedrichshafen eingerichtet.

Das Opfer stammte ursprünglich aus Vahrn bei Brixen. Der Mann war zuletzt im Bodenseeraum wohnhaft, wo er mit Südtiroler Spezialitäten handelte. In seiner ursprünglichen Heimat war er mehrfach ins Visier der Polizei geraten. Dabei ging es um den Vorwurf der Steuerhinterziehung beim Import von Autos und Unterschlagung von Leasingautos, die in der Türkei und Bulgarien weiterverkauft worden sein sollen.

Die Suche nach dem seit mehreren Wochen in Tirol und der Schweiz herumstreifenden Braunbären “M13” hatte die Polizei zu der Leiche geführt. Ein Polizeibeamter hatte im Tiroler Bezirk Landeck unweit der Staatsgrenze mit einem Feldstecher die Gegend abgesucht und zufällig den leblosen Körper auf einem Hang unterhalb einer Kehre entdeckt. Bei der Obduktion einen Tag später stellte sich schließlich heraus, dass es sich um Mord gehandelt hatte. Der 39-Jährige dürfte mit einem stumpfen Werkzeug geschlagen worden sein und dadurch ein Schädelhirntrauma erlitten haben. Außerdem wies die Leiche nach Angaben der Polizei Gewaltmerkmale am Hals auf. Die mögliche Tatwaffe war weiter unbekannt, der Mord bleibt weiterhin unaufgeklärt.

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