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Nach brutalem Mord an schwangerer Ex-Freundin bleibt es bei "lebenslänglich"

Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass das Erstgericht die Strafe zu Recht mit lebenslänglich festgelegt hat.
Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass das Erstgericht die Strafe zu Recht mit lebenslänglich festgelegt hat. ©VOL.AT/Stiplovsek<
Frastanzer Causa nun endgültig beendet: OGH und Oberlandesgericht Innsbruck haben entschieden.
OGH bestätigt - es bleibt bei Mord
Lebenslang für Angeklagten
Frastanz: Letzter Verhandlungstag
Fotos vom ersten Verhandlungstag
Cousine des Opfers erzählt

(VOL.AT/Christiane Eckert)

Im Dezember wird ein aus der Dominikanischen Republik stammender junger Mann unter anderem wegen Mordes an seiner schwangeren Ex-Freundin verurteilt. Sechs der acht Geschworenen sind überzeugt, dass der 28-Jährige in Frastanz die junge Frau, die von ihm ein Kind erwartete, umbrachte, danach ihren Leichnam anzündete und sich aus dem Staub machte. Der damals in Liechtenstein Wohnende bestritt die Tat bis zum Schluss. Doch nun hat ihm auch die Anrufung der Höchstgerichte nichts gebracht. Alle Möglichkeiten, ein milderes Urteil zu bekommen, sind ausgeschöpft, es bleibt bei lebenslanger Haft.

Keine Milde

Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass das Erstgericht die Strafe zu Recht mit lebenslänglich festgelegt hat. Auch Opferanwalt Stefan Denifl sieht das so: „Ich habe erwartet, dass das Strafausmaß einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestätigt wird. Für die Angehörigen des Opfers ist es erleichternd, dass das Strafverfahren mit einer der Tat angemessenen Strafe endgültig abgeschlossen ist“. Ob ein Täter wirklich bis zum Tod seine Strafe absitzt, hängt von den Umständen ab, Mindesthaftzeit sind 15 Jahre, tatsächlich wird aber in der Praxis kaum jemand bis zum Tod hinter Mauern festgehalten. Angehörige von Täter und Opfer waren nach Innsbruck zum Prozess gereist. Nun ist die Causa endgültig abgeschlossen.

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