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Muttertagen

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel

Wird Mutter tagen? Wird sie’s wagen? Mutter tagt nicht, Mutter dicht. Geh Mutter, dicht Muttergedicht. Mama mia Poesia. Du, mein liebes Mamaschweinchen, stell dich auf die schönen Beinchen, hol den Helikoptermann, flieg mit ihm nach Balderschwang. Frag dort die deutsche Kuh: Hast Du noch ein Mütterlein? Nein? Hast schwere Bein? Bist allein, Mutterschwein? Trink ein Tässchen Haschischtee, Papa reit nach Ninive. Mami Mami, schwärz dein Gsicht, werd ein Rabe, geh aufs G‘richt. Futter für die Rabenmutter! Fratzen schwimmen in Butter. Mann hat Lüstchen, sucht Mamabrüstchen. Mutterliebe, Küchenschabe kriech durch alte Muttertage. Friss sie auf. Papa Banker wird kränker. Liegt, o weh, im Speichersee: Schneekanonenfutter, ach Mutter! Rotkäppchen, rasier dein Döschen, leg Röschen auf‘s Grab. Hol den Lockenwicklerstab. Tutti: Mutti! Wir schütteln dich, wir tütteln dich. Nicht verzagen: Muttertagen! Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie. Hihi. Kauf die Marie. Mutteln kocht Kutteln zum Futteln. Rotkäppchen Koma: Wolf frisst Oma. Im Wolf schreit Oma Mama. Ein Hamma! S’ist ist mir alles aans, s’ist ist mir alles aans, ob i a Geld hab oder kaans.

Zur Aufklärung: „Muttertagen“ ist ein noch unbekanntes Zeitwort („ich muttertage, du muttertagst“ usw.) des Zanzenberger Wörterbuchs, das hier meisterlich verarbeitet wurde. Als der Baron das Wortwerk vorgetragen hatte, bot ihm die Landesmama ihre reichen Titten an: Bitte! Er verweigerte die schwarze Milch.

Aber: Im Kuttelmagen muttertagen schwarze Landesplotikeri, sog. Einweglächler. Da erscheint ein Bludenzer Wanderer und erzählt: „Ich war wandern mit Mama. Der Bürserberg, mit Ausnahme das Gebiet Tschengla-Rona, ist wahrlich versaut. Ich fuhr mit dem Sessellift zur Mittelstation, mit dem Ziel Murbruch. Es gibt vom Lift aus keinen Weg Richtung Wanderweg, nur tiefe Löcher und Morast. Im unteren Teil nur Warntafeln, wegen der rasenden Freizeitsportler. Der Rückweg nach Bürserberg, einst ein schöner Waldweg, wird zum Spießrutenlauf. Außer den Bikes rasten noch 3-Rädler Richtung Bürserberg. Man muss vor den sogenannten Freizeitsportlern ständig wachsam sein. Eine Einheimische hat uns erklärt, dass es zu vielen Unfällen kommt. Den Bürserberg werde ich in Zukunft meiden, was mich als gebürtigen Bludenzer ärgert. Wie wird es erst werden, sollten die Brandner Nimmersatt das Bike-Projekt durchsetzen?“(O.zit.) Der Bludenzer liftet sich daraufhin mit Muttern zum muttertagen auf den Muttersberg. Die schwarzen Landesplotikeri hingegen gasen blitzartig aus dem stinkenden Kuttelmagen hinten raus, rauchen & rüdissern vom Alplaland über den Redbullgau nach Lech ins Hotel Aurelio, wo sie mit Muxels Gemeinderäten für Deripaska‘s Mama „Heb die fescht am Benko“ singen. Ausgemuttert. Mama mia! Ma Mama Ma?

©Ulrich Gabriel
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