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Mutmaßliches Massengrab an serbisch-kosovarischer Grenze entdeckt

An der Grenze zum Kosovo wurde ein mutmaßliches Massengrab entdeckt.
An der Grenze zum Kosovo wurde ein mutmaßliches Massengrab entdeckt. ©DPA
Belgrad/Pristina (Prishtina) (APA) - In einem früheren Steinbruch unweit der südserbischen Stadt Raska, dicht an der Grenze zum Kosovo, sind am Freitag im Laufe der seit Dienstag laufenden Ausgrabungen Leichenreste sichergestellt worden. Annahmen zufolge dürfte es sich um albanische Opfer des Kosovo-Krieges (1998-99) handeln.

Die Suche nach dem vermutlichen Massengrab mit Leichen von etwa 250 Albanern wurde in der Ortschaft Rudnica seit 2007 wiederholt vorgenommen. Den laufenden Untersuchungen wohnen neben Vertretern der serbischen Behörden auch Repräsentanten der EULEX-Mission sowie der kosovarischen Behörden bei.

Kriegsopfer entdeckt

Nach Angaben von Arsim Gerxhaliu von der Gerichtsmedizinanstalt in Prishtina, seien unweit eines Gebäudes Knochen und Kleidungsstücke von Kriegsopfern entdeckt worden. Die Untersuchungen an derselben Stelle würden fortgesetzt werden, kündigte Gerxhaliu gegenüber Medien an. Nach seinen Worten wird das Gebäude, unter dessen Fundamenten das Massengrab vermutet wird, wahrscheinlich abgerissen werden müssen.

Errichtung des Gebäudes

Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen vermutet, dass kosovo-albanische Kriegsopfer beim Abzug serbischer Streitkräfte vom Kosovo im Juni 1999 in Rudnica begraben wurden. Die Aktion soll von Kommandanten einer damaligen Sonderpolizei-Einheit geleitet worden sein. Das Gebäude, das nun abgerissen werden soll, war erst nach dem Kosovo-Krieg im verlassenen Steinbruch errichtet worden.

(APA)

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