Mut zum Neubau des Bucher „Dorflädele“

In prominenter Lage soll in Buch die Nahversorgung gesichert und Wohnraum geschaffen werden.
In prominenter Lage soll in Buch die Nahversorgung gesichert und Wohnraum geschaffen werden. ©Michel Stocklasa
Buch. Großprojekt sieht Neubau des Geschäftslokals mit vier Wohnungen im Dorfzentrum vor.
Neubau Dorfladen und Wohnungen, 6960 Buch

Seit rund zweieinhalb Jahren laufen die Planungen für den Neubau des in die Jahre gekommenen Geschäfts- und Wohnhauses im Dorfzentrum. Um die Nahversorgung in der über 600 Einwohner zählenden Hofsteigkommune sichern zu können, führt die Gemeinde den Dorfladen zwischenzeitlich mit vier Mitarbeiterinnen seit Herbst 2018 in Eigenregie. Der Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs hat am Standort eine sehr lange Tradition.

Nachdem sich der 1921 gegründete Konsumverein, das Verkaufslokal wechselte über einige Jahre zwischen zwei Wohnhäusern, für ein eigenes Gebäude stark machte, konnte nach der Errichtung am heutigen Standort der Geschäftsbetrieb am 10. März 1930 aufgenommen werden. Mit der drohenden Schließung des Ladens nach der Integrierung des Konsumvereins in den damaligen Verbund Konsum Österreich gelang es der Gemeinde 1988, das Gebäude zurückzukaufen.

Finalisierte Planung

Während zuletzt die Planungen zum Neubau der Infrastruktureinrichtung coronabedingt gebremst wurde, konnte sich nun die Bevölkerung im Rahmen eines weiteren Nahversorgungsstammtisches von den finalisierten Planunterlagen ein Bild machen. Rund 70 Interessierte informierten sich dabei aus erster Hand über die jüngsten Entwicklungen zum geplanten Großprojekt. „Die gute Bilanz beim Betrieb des Dorflandes und die positiven Rückmeldungen geben uns Mut“, führte Bürgermeister Franz Martin mit dem Dank an das engagierte Team rund um Leiterin Elke Sinz eingangs aus.

Herausforderungen

Der Neubau in Massiv- und Holzbauweise sieht ein barrierefreies Verkaufslokal mit 100 m² samt Bereiche für Anlieferung, Vorbereitung und einem Büro vor. Integriert werden soll auch der Bankomat, der derzeit im Gemeindeamt stationiert ist. Die Lagerflächen neben den Kellerräumen für die geplanten vier Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss sind per Lift erreichbar. „Mehrere Varianten gelangten zur Prüfung, um ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt auf die Beine stellen zu können“, brachte Architekt Dietmar Walser die rechtlichen und archetektonischen Herausforderungen auf den Punkt.

PV-Anlage

Dem einhergegangen war auch ein Grundgeschäft mit der örtlichen Pfarre zum Erwerb von 160 m², um die nötige Ausweitung auch realisieren zu können. Neben der 2011 in Betrieb gegangenen Biomasseheizanlage will die Gemeinde nun auch mit der Errichtung einer PV-Anlage (25 Kilowatt-Peak) auf dem Dach des Neubaus ein klares Zeichen setzen. „Die primäre Nutzung der Sonnenenergie schafft auch Möglichkeiten für die bestehenden kommunalen Einrichtungen im Ortskern“, so der Tenor der Auskunftspersonen, darunter auch Vizebürgermeister Erich Eberle und Gemeinderat Gerhard Rhomberg.

Hochpreissituation

Der weitere Fahrplan sieht vor, dass für das Projekt im Sommer die rechtskräftigen Bescheide vorliegen. Die Verantwortlichen kalkulieren derzeit mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro netto. „Für die Fördermittel haben wir eine konkrete Zusage.

Der tatsächliche Baubeginn hängt auch von der Entwicklung in der Bauwirtschaft und der aktuellen Hochpreissituation ab“, skizzierten Architekt und Bürgermeister gleichermaßen. Die Errichtung eines neuen Sporthauses ist zudem Thema in Buch, wo die Gemeindeverantwortlichen durchaus auch Synergieeffekte zum Vorhaben im Zentrum sehen. (MST)

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