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Musiker rocken weltweit für den Klimaschutz

Popstars, Politiker und Hollywood-Berühmtheiten haben sich am Wochenende in neun Städten auf verschiedenen Erdteilen für den Klima- und Umweltschutz eingesetzt.      | Zitate

Mit einem Auftritt der Band The Police ging in New York am Samstagabend der weltweite Konzert-Marathon „Live Earth“ zu Ende. US-Rockstar Lenny Kravitz hatte zuvor als letzter Künstler beim einzigen Gratiskonzert in Rio de Janeiro vor 400.000 Zuschauern einen furiosen Auftritt. In Hamburg fand das Konzert bei strömendem Regen vor halbleeren Rängen statt. In Wien fanden sich 40.000 Menschen am Rathausplatz ein, um der Live-Übertragung beizuwohnen.

Angefangen hatte die Konzertreihe am Samstag kurz nach 03.00 Uhr MESZ in Sydney. Es folgten Tokio, Shanghai, Hamburg, London (wo Genesis und Madonna für Stimmung sorgten), Johannesburg sowie Rio und New York. In Washington gab es ein Überraschungskonzert. Das letzte Konzert in New York endete am Sonntag gegen 04.30 Uhr MESZ. Die Musiker rund um Sting spielten zum Abschluss zusammen mit dem Rapper Kanye West den Police-Hit „Message In A Bottle“.

Zu dem Konzert, das im Giants Stadium in New Jersey stattfand, erschien auch der frühere US-Vizepräsident Al Gore, der die Veranstaltungen zusammen mit dem Produzenten Kevin Wall organisiert hatte. Gore war zuvor in Washington auf dem Überraschungskonzert aufgetreten und hatte anschließend den Zug nach New Jersey genommen. Der zum Umweltaktivisten gewandelte Politiker dankte den Künstlern für ihren Einsatz zugunsten des Klimaschutzes. Zu den Stars in New York zählten Alicia Keys, Bon Jovi und Ex-Pink-Floyd-Mitglied Roger Waters. Auch Hollywood-Größen wie Leonardo DiCaprio und Cameron Diaz traten auf die Bühne und riefen zu mehr Umweltbewusstsein auf.

Zu den neun Großkonzerten kamen insgesamt weniger Menschen als erwartet: Die Hamburger Arena war nur etwa zur Hälfte gefüllt, auch in London und New York waren noch zahlreiche Plätze frei. In Shanghai verfolgten nur 2.700 Menschen das Konzert. In der 16.000 Menschen fassenden Konzerthalle in Johannesburg waren zu Beginn der Veranstaltung 12.000 Karten verkauft. Der Konzertmarathon wurde von 7.000 Veranstaltungen in 129 Ländern begleitet. Eine Mini-Veranstaltung gab es in der Antarktis: Eine kleine Amateurband von Forschern spielte in einer britischen Forschungsstation.

Gore und Wall wollten mit dem Großereignis rund zwei Milliarden Menschen weltweit erreichen. Viele Fernseh- und Radiostationen übertrugen die Konzerte live, auch im Internet war das Ereignis zu verfolgen. Die Organisatoren riefen die Zuschauer auf, Strom zu sparen, sich für alternative Energien stark zu machen, sich für den Schutz des Waldes einzusetzen und Umweltschutzorganisationen zu unterstützen. Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima, die hinter der Live-Übertragung am Wiener Rathausplatz stand, meinte, das Konzertereignis solle „Auftakt für jeden von uns sein, weiter gegen den Klimawandel zu kämpfen – oft sind es kleine Schritte, die viel bewegen.“

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