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München privatisiert öffentliche Klos

Wen unterwegs ein dringendes Bedürfnis plagt, wird in Zukunft in München dafür zahlen müssen: Der Stadtrat beschloss einstimmig, die 73 öffentlichen Toiletten an einen privaten Betreiber abzugeben.

Damit sollen Kosten in Millionenhöhe gespart werden, die bisher für Instandhaltung, Reinigung und Reparaturen anfallen, sagte eine Sprecherin des Kommunalreferates in München. Außerdem verspricht man sich bessere hygienische Verhältnisse in den stillen Örtchen: „Wir müssen den blamablen Zustand unserer Toiletten ändern“, sagte CSU-Stadtrat Helmut Pfundstein der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Auf die Münchner könnten dann Kosten von bis zu einem Euro pro Toilettengang zukommen. Zunächst schreibt die Stadt die Betreiberlizenzen aus und will Finanzierungsmodelle prüfen. Eine komplette Finanzierung durch Werbung an den stillen Örtchen komme aber nicht in Frage, sagte die Sprecherin des Kommunalreferates. Ausdrücklich erwünscht sei es, durch die Privatisierung „neue Standorte zu erschließen und aufgegebene wieder in Betrieb zu nehmen“.

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