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München: Katzav gedenkt Olympia-Opfer

Der israelische Staatspräsident Moshe Katzav hat am Mittwoch in München der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 gedacht. Zuvor hatte er in Berlin das frisch eröffnete Holocaust-Mahnmal besucht.

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen legte Katzav am Mahnmal für die elf israelischen Sportler und den bayerischen Polizisten, die von arabischen Terroristen ermordet worden waren, einen Kranz nieder. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch, sagte, ein Besuch in der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“ der Nazis sei Katzavs besonderer Wunsch gewesen.

Katzav wolle das Leben der jüdischen Gemeinde im heutigen München kennen lernen. „Er will die Meinung der jüdischen Bevölkerung hören. Er sucht Kontakt mit den Menschen“, sagte Knobloch. Sie werde ihm sagen, „dass die Vergangenheit zwar mit uns lebt, wir aber einer hoffnungsvollen Zukunft entgegensehen“. Am Münchner Olympiastadion gedachte Katzav zu Mittag zusammen mit Knobloch, dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) und dem Münchner Rabbiner Steven Langnas der Opfer des Terroranschlags während der Olympischen Sommerspiele 1972.

1972: Drama am Flughafen

Acht Mitglieder der palästinensischen Gruppe „Schwarzer September“ hatten damals die israelische Olympiamannschaft überfallen, zwei Sportler getötet und weitere neun als Geiseln genommen, um 200 in Israel inhaftierte Palästinenser sowie die RAF-Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof freizupressen.

Bei einem Befreiungsversuch auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck wurden alle neun Geiseln, ein Polizist sowie fünf der Terroristen getötet. Nach einem Mittagessen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber wollte Katzav am Nachmittag im Jüdischen Gemeindezentrum mit Gemeindemitgliedern sprechen und beten. Am Abend wollte er nach Tel Aviv zurückfliegen.

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