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Mühsamer Heimsieg mit bitterem Beigeschmack

Spielertrainer Bernhard Grissmann schied beim dritten Sieg in Folge verletzt aus.
Spielertrainer Bernhard Grissmann schied beim dritten Sieg in Folge verletzt aus. ©VOL.AT/Privat
Feldkirch. Die Feldkircher Handballer gewannen das dritte Pflichtspiel in Folge, aber verloren zwei wichtige Leistungsträger durch Verletzungen.

Feldkirch wusste zwar, dass das Spiel gegen Brenz mühsam werden würde, doch was die Jungs um Flo Hintringer speziell in der ersten Hälfte abgeliefert haben, übertraf zum Leidwesen der knapp 300 ZuschauerInnen die Erwartungen. In einer Partie, die schlussendlich auch in dieser Höhe verdient mit 23:15 gewonnen wurde, waren Philipp Franz (6) und Dominik Frank (4) die erfolgreichsten Werfer ihrer Teams.

Dass der Spielberichtsbogen nach 30 Minuten bei 8:4 sein Ende hatte, hatte aus Sicht der Montfortstädter mehrere Gründe. Der Hauptgrund war sicherlich die katastrophale Wurfleistung, die für drei Spiele gereicht hätte. Die Mehrzahl der Würfe fischte sich entweder der glänzend aufgelegte Brenzer Schlussmann, die restlichen landeten am Pfosten oder neben dem Tor. Es war wirklich zum Haareraufen, was die favorisierten Feldkircher in der ersten Hälfte boten. Obwohl die Abwehr vor einem starken Alex Hintringer gut stand und viele Bälle erkämpfen konnte, wurde im Angriff plan- und ideenlos agiert und die Bälle regelrecht verschenkt. Brenz konnte jedoch ebenfalls kein Kapital aus den vielen Feldkircher Fehlern schlagen. Das Resultat aus dieser zerfahrenen ersten Hälfte war der zu Beginn erwähnte 8:4 Halbzeitstand.

Die Kabinenpredigt des Feldkircher Trainer-Duos schien gefruchtet zu haben, denn speziell in den ersten 15 Minuten nach der Pause drückten Christoph Hintringer & Co. aufs Tempo. Nach einem Rückraumkracher von Baris Kutluana zum Zwischenstand von 18:8 lag Feldkirch erstmals mit 10 Toren in Front. Der stark spielende Akos Balogh legte sogar noch nach und so stand es plötzlich 21:10. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden und Markus Satzinger wechselte munter auch. Auch deshalb, weil sich Spielertrainer Bernhard Grissmann bei einem Wurf ohne Fremdeinwirkung das Knie verdrehte und die restlichen 15 Minuten von der Bank aus mitverfolgen musste. Zuvor war die Partie bereits für Baris Kutluana zu Ende, da er nach einem Zusammenprall mit einem Brenzer Abwehrspieler ein Knie in den Oberschenkel bekam und schmerzverzerrt vom Spielfeld humpelte. Christopher Lipp kam für den souveränen Alex Hintringer und konnte sich zugleich mit drei schönen Paraden auszeichnen. Leider schlich sich beinahe zeitgleich in Angriff und Abwehr der Schlendrian ein und Brenz konnte noch erfolgreich Ergebniskosmetik betreiben. 23:15 hieß es nach 60 für die ZuschauerInnen sicher leidvollen Minuten; die Montfortstädter durften ihren dritten Sieg in Folge feiern und bleiben weiterhin in der Fünfer-Spitzengruppe.

Wie bitter der Beigeschmack der Verletzungen von Baris Kutluana und Bernhard Grissmann sein wird, sollte spätestens in einer Woche bekannt sein. Ein längerer Ausfall wäre für die ohnehin schon stark dezimierten Feldkircher ein weiterer Rückschlag. Und das genau vor den wichtigen Spielen gegen Vöhringen II und Bad Saulgau. Auch das Cup-Spiel gegen Ehingen wurde fixiert – am Mittwoch, den 28. November treten Manuel Brunner & Co. um 20.00 Uhr auswärts in Ehingen an.

9. Runde Landesliga Staffel 4

HC JCL BW Feldkirch – TV Brenz 23:15 (8:4)

Sporthalle Reichenfeld, Feldkirch

ZS: 300

HC JCL BW Feldkirch: Hintringer A., Hämmerle, Lipp; Grissmann 4, Xhemaj 1, Hintringer F. 5, Giussani, Hintringer Chr. 1, Erlacher 1, Franz 6/2, Balogh 3, Kutluana 2, Brunner.

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