AA

Moskau warnt nach EU-Assoziierungsabkommen mit "ernsten Konsequenzen"

Kreml kündigt mögliche Schutzmaßnahmen für eigene Wirtschaft an.
Kreml kündigt mögliche Schutzmaßnahmen für eigene Wirtschaft an. ©AP
Nach der Unterzeichnung der Assoziierungsabkommen zwischen der EU und mehreren Ex-Sowjetrepubliken hat Moskau vor "schwerwiegenden Konsequenzen" gewarnt. Die Folgen würden "sicherlich ernst sein", sagte der russische Vize-Außenminister Grigori Karasin am Freitag der Agentur Interfax. Die Entscheidung über derartige Verträge sei jedoch das Recht eines jeden souveränen Staates, räumte er ein.
Abkommen mit Ukraine, Georgien und Moldau

Der Kreml kündigte an, auf negative Auswirkungen auf die russische Wirtschaft umgehend zu reagieren. “Wir werden alles unternehmen, was zur Verteidigung unserer Wirtschaft nötig ist”, sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, russischen Nachrichtenagenturen.

Putin-Berater: Poroschenko ist “Nazi”

Putins Berater Sergej Glasjew beschimpfte Poroschenko unterdessen als “Nazi”. Poroschenko habe wie die EU den von Rechtsextremisten vorangetriebenen “Militärputsch” in der Ukraine unterstützt, sagte er dem britischen Sender BBC. Putin-Sprecher Peskow betonte jedoch, Glasjew habe seine “persönliche Meinung” geäußert und nicht im Namen der russischen Regierung gesprochen.

Abkommen bereits geplant – und gestoppt

Die am Freitag unterzeichnete Assoziierungsvereinbarungen mit der Ukraine, Georgien und Moldawien stärken die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den 28 EU-Ländern. Mit ihnen verknüpfte Freihandelsabkommen geben den Ländern einen verbesserten Zugang zum riesigen EU-Markt mit 500 Millionen Verbrauchern, etwa über die Senkung von Zöllen. Moskau hatte hingegen versucht, die Ukraine in eine von Russland gegründete Wirtschaftsunion zu integrieren.

Die Ukraine hatte ein entsprechendes Abkommen bereits im vergangenen November unterzeichnen wollen, der damalige Präsident Viktor Janukowitsch stoppte das Vorhaben aber auf Druck aus Moskau. Die Kehrtwende löste die bis heute anhaltende politische Krise in der Ukraine aus, die im März zur Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland führte.

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Moskau warnt nach EU-Assoziierungsabkommen mit "ernsten Konsequenzen"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen