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Moskau kritisiert Aussetzung von Atomabkommen durch USA

Moskau hat die Aussetzung eines Atomabkommens durch die US-Regierung als "falsch und politisiert" kritisiert.

Die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush sei ein “Schlag für unsere Zusammenarbeit”, der den Weg “für eine gegenseitig nutzbringende bilaterale Beziehung” auf vielen Bereichen der zivilen Atomkraft versperre, hieß es am Dienstag in einer Erklärung des russischen Außenministeriums. Die Aussetzung der Zusammenarbeit schade dem russischen Atomsektor ebenso wie der US-Energiewirtschaft. Die Entscheidung werde als “Strafe” für Russland gedeutet werden, erklärte das Ministerium weiter. “Aber wir sind von solchen Interpretationen nicht überzeugt.”

Aus Protest gegen das russische Vorgehen in Georgien legten die USA ein Atomabkommen zur gemeinsamen friedlichen Nutzung der Kernenergie mit Russland am Montag auf Eis. Die Abmachung werde nicht wie geplant in Kraft gesetzt, hieß es in einer Erklärung von US-Außenministerin Condoleezza Rice. Der Schritt erfolge als Reaktion auf das militärische Eingreifen Russlands in Georgien.

Die USA und Russland hatten sich erst im Mai auf eine enge Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Atomenergie verständigt. In einem Abkommen hatten sie einen wechselseitigen Handel mit Atomtechnologie und -material sowie die enge Kooperation von Unternehmen beider Länder vereinbart. Das Abkommen zielte nach US-Angaben darauf, die friedliche Nutzung der Atomenergie zu fördern und die Verbreitung von Atomwaffen zu unterbinden. Es ist aber noch nicht ratifiziert.

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