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Moskau eingenebelt

Die schwersten Wald- und Torfbrände seit 30 Jahren halten die russische Hauptstadt Moskau in einem Dunstschleier. Die Einsatzkräfte wurden verstärkt.

Der Katastrophenschutz verstärkte am Donnerstag die Einsatzstärke im Kampf gegen die Flammen im Umland auf mehr als 1.200 Mann, meldete die Agentur Itar-Tass.

Der Rauch machte immer mehr Menschen zu schaffen. Viele klagten über Kopfschmerzen und brennende Augen. Nach Angaben von Ärzten waren vor allem Asthmatiker betroffen. Auf den Straßen trugen einige Menschen einen Mundschutz.

Im Osten der Zehn-Millionen-Metropole verpesten mehr als 100 Wald- und Torfbrände die Luft. Da bis zum Wochenende weiter mit leichtem Wind aus Osten zu rechnen sei, könne bis auf weiteres keine Entwarnung für Moskau gegeben werden, teilte das städtische Wetteramt mit. Seit Wochen anhaltende Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad hat das Moskauer Umland ausgetrocknet. Die Flughäfen der Großstadt seien bislang vom Rauch nicht beeinträchtigt, gab die Luftfahrtbehörde bekannt.

Der Zivilschutz setzt im Kampf gegen die Flammen auch Löschflugzeuge ein. Ein umgebauter Großraumjet vom Typ Iljuschin Il-76 kann mit einer Ladung 42 Tonnen Wasser fassen. Bei den bisher schlimmsten Bränden 1972 hatte Moskau über Wochen in dichtestem Rauch gestanden. Tausende Familien flohen damals vor dem beißenden Qualm aus der Hauptstadt.

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